"Problematisch dabei ist, dass jedes Lebensmittel ausgehend von seiner Produktion, aber auch über den Transport in den Handel und in die Haushalte hinein, durch seine Zubereitung und nicht zuletzt auch durch seine Entsorgung eine Vielzahl an negativen Umweltauswirkungen veursacht. Vor diesem Hintergrund könnte durch die Vermeidung häuslicher Lebensmittelverschwendung ein großer Teil der schädlichen Umweltauswirkungen eingespart werden." Die Vereinten Nationen haben in ihren Sustainable Goals das Ziel vorgegeben, bis 2030 weltweit die Menge verschwendeter Lebensmittel zu halbieren. Damit lassen sich etwa zehn Prozent der Treibhausgas-Emissionen global einsparen. Die gasförmigen Schadstoffe aus der Landwirtschaft haben sich zwischen 1961 und 2016 weltweit etwa verdoppelt.
Karolin Schmidt beobachtet in ihrer Analyse einen wesentlichen Einflussfaktor der Lebensmittelverschwendung: Sonderangebote bzw. ein Spontan-Kaufverhalten verführen dazu, überreichliche Mengen - v.a. Obst und Gemüse - zu kaufen und später teilweise fortzuwerfen.
Karolin Schmidt: Häusliche Lebensmittelverschwendung im Fokus umweltpsychologischer Interventionsforschung.
In: Umweltpsychologie 2/2018, S. 119ff.
» www.umweltpsychologie.de
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Sonderangebote und Spontankäufe verführen zur Lebensmittel-Verschwendung