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News der letzten drei Monate

Die Einführung eines Primärversorgungssystems in Deutschland darf die Betreuung nierenkranker Menschen nicht verschlechtern, indem neue Behandlungshürden entstehen. Daher muss die Früherkennung der chronischen Nierenkrankheit (CKD) verbindlicher Bestandteil der medizinischen Primärversorgung werden, fordert die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN) in einem aktuell veröffentlichten Impulspapier. Unterstützt wird sie dabei vom Berufsverband der Nephrologinnen und Nephrologen (DN) e. V. Gemeinsam sprechen sie sich für eine bedarfsgerechte Diagnostik und Therapie aus. So ließe sich CKD bei Risikopatientinnen und -patienten früher erkennen und konsequenter behandeln. Auch die Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe könnte verbessert und unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Grundlage dafür müssten klare normative Vorgaben bei Einführung eines Primärversorgungssystems sein.

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Immer länger arbeiten, funktioniert das? Ein Forschungsteam der MHH hat in dem von der DFG geförderten Projekt „Wie lange können wir arbeiten? Die Entwicklung der Lebensarbeitszeit aus gesundheitlicher Perspektive“ das Verhältnis zwischen steigendem Renteneintrittsalter und der tatsächlichen gesunden Lebensarbeitszeit untersucht. Die zentrale Erkenntnis: Die Entwicklung der gesunden Lebensarbeitszeit passt oft nicht zum steigenden Renteneintrittsalter. Vor allem die Gesundheit Jüngerer und von Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen verschlechtert sich im Zeitverlauf.

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Die Sicherheitslage in Europa hat sich grundlegend verändert. Nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) muss Deutschland deshalb auch seine medizinische Versorgung auf Krisen und den Bündnisfall vorbereiten. Mit dem neuen Weißbuch „Traumatologische Versorgung in Katastrophe, Krise, Krieg (3K)“ unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) zeigt die Fachgesellschaft, wie sich die Versorgung Verletzter im Ernstfall unter Einbeziehung der bestehenden Strukturen der TraumaNetzwerke DGU® bundesweit koordinieren lässt.

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Der Anatom Dr. Günther von Hagens ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er war international bekannt als Erfinder der Ganzkörper-Plastination von Menschen und Tieren: Er entfernte Flüssigkeiten und Fette aus dem Leichnam, ersetzte sie durch Kunststoffe und machte damit den Körper haltbar - oft in spektakulärer Pose. In der Körperwelten-Wanderausstellung zeigte von Hagens weltweit seine Plastinate und beeindruckte ein Publikum von mehreren Millionen Menschen. Der spektakuläre - auch finanzielle - Erfolg hat Dutzende Nachahmer gefunden.

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In vielen herzchirurgischen und kardiologischen Kliniken gibt es keinen eigenen psychotherapeutischen Dienst, vor allem nicht im Rahmen der intensivmedizinischen Patientenversorgung. Dabei zeigen hier begleitende psychologische Interventionen, zum Beispiel bei koronarer Herzerkrankung oder Herzinsuffizienz, nachweislich gute Ergebnisse. Sie können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen - etwa durch Entspannungsverfahren, Stressbewältigung oder Gespräche zur Krankheitsakzeptanz.

 

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Die ruhige Bewegung beim Wandern hilft, Abstand von Belastungen zu gewinnen und den Augenblick in freier Natur entspannt zu genießen. Der Mittelmeerraum ist nicht nur landschaftlich reizvoll, er bietet auch in einem langen Frühling und einem langen Herbst ein angenehm mildes Klima. Erika Wiedenmann beschreibt in ihrem neuen Ratgeber, wie - v.a. alleinstehende - Senioren im Schutz organisierter Gruppen in Südeuropa wandern. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie Wanderschaft "depressive Verstimmungen lindern und die allgemeine Lebenszufriedenheit steigern kann."

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Eine globale Ernährungswende hin zu einem gesünderen, nachhaltigeren Speiseplan bis 2050 würde die Landwirtschaft weltweit grundlegend verändern, den Viehbestand verringern und den Flächenverbrauch senken, so eine neue Studie in der Fachzeitschrift Nature. Die von der Cornell University geleitete Publikation, an der auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Agricultural Model Intercomparison and Improvement Project mitwirkten, zeigt Chancen und Herausforderungen einer solchen Transformation des globalen Ernährungssystems auf. Sie macht zugleich deutlich: Eine proaktive Agrar- und Ernährungspolitik ist nötig, um diesen Wandel aktiv und sozioökonomisch fair zu gestalten.

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Neutrophile sind wichtige Abwehrzellen des Immunsystems und reagieren besonders schnell auf Krankheitserreger, indem sie diese mit netzartigen Strukturen einfangen und bekämpfen. Sie sind aber auch maßgeblich an der Entstehung und am Fortschreiten zahlreicher entzündlicher Erkrankungen beteiligt. Forschende des Universitätsklinikums Tübingen und der Universität Wien zeigen nun, dass bestimmte Fettmoleküle innerhalb der Immunzellen dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Ergebnisse könnten helfen, insbesondere überschießende Entzündungsreaktionen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen künftig gezielter zu beeinflussen.

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Eine Auswertung der NAKO Gesundheitsstudie lässt eine hohe Dunkelziffer an Menschen mit Nierenproblemen vermuten. Dabei kann eine Frühe Therapie könnte schwere Verläufe vermeiden oder verzögern.

 

Chronische Nierenerkrankungen beginnen meist ohne erkennbare Symptome. Eine aktuelle Analyse der NAKO-Studie deutet auf eine mögliche Dunkelziffer in der Bevölkerung in Deutschland hin. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg werteten Urinproben von rund 35.000 Personen aus.

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Darmkrebs wird in Deutschland häufiger: Mehr als 55.000 Erkrankungen werden jährlich registriert - und mehr als 23.000 Todesfälle. Eine vernünftige Prävention und Frühdiagnostik würden den meisten Betroffenen das Leid und dem Gesundheitssystem die Kosten ersparen. Professor Dr. Hermann Delbrück bietet die sachkundige Anleitung in seinem Ratgeber "Darmkrebs vermeiden".

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