Warum sind die Arbeitshefte hilfreich und wirksam? Die Autoren Dr. Gerd Heinen, Dr. Rosa Michaelis und Dr. Siegward Elsas antworten mit einem Zitat von Aaron Antonovsky: "In dem Augenblick, in dem du das Problem verstanden hast, beginnt die Zuversicht." Daher erarbeiten sich Betroffene nicht nur eine Menge Wissen, sondern auch Verstehen. Die Texte leiten an, sich selbst zu verstehen - mit den kranken wie den gesunden Anteilen, mit den Stärken und Schwächen, mit den Träumen und den realen Möglichkeiten, mit der Gegenwart und der Zukunft, mit den verschiedensten Konflikten. Der Umgang mit der Umwelt wird mehr und mehr verständlich und damit unbefangener, vielleicht auch kreativer und selbstbestimmter.
Betroffene lernen, ihre eigenen Anfallsauslöser frühzeitig zu erkennen und ggfs. zu vermeiden.
Ein zentraler Merksatz (in Heft 11, "Sich befreien") bringt es auf den Punkt: Wird eine liebevolle, versöhnliche und wohltuende Lösung für innere oder äußere Konflikte gefunden, stärkt das in erster Linie das Ich und kann in zweiter Linie zu einer Reduktion von Anfällen beitragen. Menschen mit epileptischen oder dissoziativen Anfällen lernen in den Arbeitsheften nicht, Krankheitssymptome zu bekämpfen, sondern durch ein reflektiertes, entspannteres Leben zu reduzieren.