Aktivierte Zellen des angeborenen Immunsystems rufen im höheren Lebensalter entzündliche Gewebe- und Organveränderungen hervor. Bei Menschen nach dem 50. Lebensjahr werden - verglichen mit Jugendlichen - zwei bis viermal höhere Blutwerte von entzündlichen Substanzen gefunden. In diesem Kontext werden typische Alterskrankheiten mit einer chronischen Entzündung in Zusammenhang gebracht: Alzheimer, Altersdiabetes, Arteriosklerose, Gelenkentzündungen und einige Krebsarten. Viele Details sind bereits erforscht, andere nach wie vor ein Geheimnis.
Walter Land sieht im angeborenen Immunsystem einen Moderator der Evolution: Es nutzt der Generation, die Nachkommen generiert, und schützt damit die Weitergabe des Lebens. Auf der anderen Seite beschleunigt das angeborene Immunsystem das Sterben der Generation, die zu einer Lebensweitergabe nicht mehr fähig ist. Mit beiden Funktionen sichert das angeborene Immunsystem die Unsterblichkeit der Menschheit ...