Am Thünen-Institut wird das Thema Lebensmittelverluste und -verschwendung von der landwirtschaftlichen Produktion bis zu den Privathaushalten interdisziplinär bearbeitet. So hat eine Analyse der Situation in Deutschland für das Jahr 2015 ergeben, dass insgesamt fast 12 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen werden. Mehr als die Hälfte davon landet in den privaten Haushalten im Müll – pro Kopf sind das rund 85 kg. 11 % der Lebensmittelabfälle stammen aus der Landwirtschaft (Nachernteverluste), 17 % aus der Verarbeitung, 13 % aus der Gastronomie und 4 % aus dem Handel.
Welche Gründe gibt es für Lebensmittelverluste an den verschiedenen Stellen der Produktions- und Verbrauchskette? Angaben dazu und Hinweise auf entsprechende Forschungsprojekte und Initiativen finden sich auf der Webseite des Thünen-Instituts in dem Beitrag „Wie Lebensmittelverschwendung entstehen kann“. Im Web-Dossier „Lebensmittelverluste und Abfälle reduzieren“ wird die Thematik in einem übergreifenden Zusammenhang dargestellt. Hier gibt es auch Informationen über negative Auswirkungen von Lebensmittelabfällen auf die Umwelt, z.B. die Freisetzung von Treibhausgasen.
Begleitend zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung findet vom 22. bis 29. September 2020 die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ statt. In zahlreichen Veranstaltungen und Initiativen werben Vereine, Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln. Auch das Thünen-Institut ist bei einer Veranstaltung in Braunschweig am 26. September dabei.
Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news754453
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