Die Highflow O2-Therapie (HFOT) kann dem Patienten als wesentliche Atemhilfe die hochriskante Belastung einer invasiven Beatmung ersparen. Die Autoren setzen einen ausreichenden Atemantrieb voraus und nennen als absolute Kontraindikationen:
- Schnappatmung
- Koma
- Massive Agitation
- Massiver Sekretverhalt (trotz Bronchoskopie)
- Gastrointestinale Blutung, Ileus
- Hämodynamische Instabilität
- Zustand nach oberer gastrointestinaler OP
- Fehlende Spontanatmung
Auch für eine nichtinvasive Beatmung gelten die absoluten Kontraindikationen Schnappatmung, GI-Blutung und Ileus. Doch die anderen absoluten Kontraindikationen der HFOT werden bei der NIV als eher relativ eingeschätzt; die Indikation wird damit breiter aufgestellt. Das Manual beschreibt die Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren - Masken oder Helm. Einen breiten Raum nimmt im Manual die invasive Beatmung einschließlich Entwöhnung ein.
Da COVID-19 zu weit mehr als einer Lungenerkrankung führt, reflektieren die Behandlungspfade die Thromboseprophylaxe, das Herz-Kreislaufsystem, die Ernährung, die unterschiedlichsten Krisensituationen u.a.. Ärztlich-medizinische und pflegerische Aufgaben sind dabei eng verzahnt.
Peter Kremeier, Sven Pulletz, Christian Woll, Wolfgang Oczenski, Stephan Böhm: Beatmungs- und Intensivtherapie bei COVID-19. 2te völlig neu bearbeitete Auflage März 2021. Pabst, 136 Seiten Großformat, e-Book.