Pulmologen der Universität Chicago verglichen 44 Patienten unter Helmbeatmung mit 37 Patienten unter Maskenbeatmung. Ergebnis: Unter dem Helm wurde ein höherer PEEP erreicht, und die Patienten atmeten ruhiger. Nur knapp ein Fünftel der Helmträger, aber fast zwei Drittel der Maskenträger musste zur invasiven Beatmung mit Endotrachealtubus wechseln. Nach 90 Tagen war ein Drittel der Helmträger, jedoch über die Hälfte der Maskenträger gestorben.
Mit Blick auf die Vorzüge und Risikobegrenzung der nichtinvasiven Beatmung fordert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in ihrem aktuellen Positionspapier: "Angst des medizinischen Personals vor einer Infektion darf kein primärer Intubationsgrund sein. Daher muss der Schutz des Personals durch persönliche Schutzausrüstung hohe Priorität haben."
Detailliert informiert das Manual sowohl über Schutzmaßnahmen als auch Behandlungsverfahren. Als absolute Kontraindikation gegen eine nichtinvasive Beatmung nennt das Manual Schnappatmung, gastrointestinale Blutung und Ileus. Als relative Kontraindikationen gelten: Koma, massive Agitation, massiver Sekretverhalt (trotz Bronchoskopie), schwergradige Hypoxämie, hämodynamische Instabilität, vorausgegangene obere gastrointestinale Operation, fehlende Spontanatmung.
Peter Kremeier, Sven Pulletz, Christian Woll, Wolfgang Oczenski, Stephan Böhm: Beatmungs- und Intensivtherapie bei COVID-19. Arbeitsprozesse bei Beatmungspatienten mit kritischen Keimspektren
Pabst, 136 Seiten Großformat. Paperback ISBN 978-3-95853-597-8. eBook ISBN 978-3-95853-598-5
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