Icon Spezial- und allgemeine FachliteraturWissenschaftliche Spezialtitel & allgemeinverständliche Fachliteratur
Icon Versand Europa kostenlosKostenloser, europaweiter Versand
Icon sicher zahlenSichere Bezahlung via Paypal & Überweisung

Pabst Science Publishers Logo

 Ihr Warenkorb
0 Artikel (0,00 €)

NEWS-Archiv - zum weiterlesen

Wie lässt sich eine chronische Nierenkrankheit aufhalten?

Die chronische Nierenkrankheit ist eine progrediente Erkrankung, sie schreitet fort und die verlorene Nierenfunktion lässt sich in aller Regel nicht wiedergewinnen. Allerdings lässt sich das Fortschreiten durch verschiedene Maßnahmen verlangsamen. Eine rechtzeitige Vorstellung beim Nierenexperten (Nephrologen) sorgt dafür, dass die Betroffenen optimal medikamentös versorgt werden, es gibt aber auch einige Dinge, die der Patient selbst machen kann, um die verbliebene Nierenfunktion bestmöglich zu schützen. Aber um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Über die Maßen viel Wasser und Tee trinken gehört nicht dazu.

Wenn die Nierenfunktion (GFR) anhaltend unter 60 ml/mim/1,73 m2 fällt oder wenn strukturelle Schäden an den Nieren erkennbar sind (z.B. stark vergrößerte Nieren bei der erblichen Zystennierenkrankheit), liegt eine Nierenkrankheit vor. Die fachärztliche Mitbetreuung durch den Nierenarzt (Nephrologen) ist angeraten, sobald die GFR unter 45 ml/min/1,73 m2 abgefallen ist oder bei einer GFR von unter 60 ml/min/1,73 m2 und gleichzeitigem Auftreten von Kriterien, die auf einen strukturellen Nierenschaden hinweisen (Eiweiß im Urin (Proteinurie), Blut im Urin (Hämaturie), Änderungen im Erscheinungsbild der Nieren oder auch ein schwerer Bluthochdruck). Dann kann rechtzeitig mit einer medikamentösen Therapie, vornehmlich bestehend aus blutdrucksenkenden Mittel wie ACE-Hemmer, die nachweislich einen nierenschützenden Effekt haben, begonnen werden. Dass die rechtzeitige Einbindung eines Nephrologen tatsächlich den Krankheitsverlauf begünstigt, konnte eine Auswertung des CKD 3-5 Registers des DN e.V. [1] zeigen. Sie dokumentierte, dass in den ersten drei Jahren 70% der Patienten ihr CKD-Stadium hielten, d.h. unter fachärztlicher Mitbetreuung eine verringerte Progression der chronischen Niereninsuffizienz auftrat.

Die Betroffenen können auch selbst aktiv werden, um ihre Nierenfunktion zu schützen. Doch dabei muss zunächst mit einem Vorurteil aufgeräumt werden: Viel trinken, um die Nieren „zu spülen“, bringt wenig, kann sogar kontraproduktiv sein. Eine randomisiert kontrollierte Studie aus Kanada [2] zeigte, dass die Erhöhung der täglichen Trinkmenge um täglich 1-1,5 Liter bei nierengesunden Menschen über zwölf Monate zu keinem signifikanten Unterschied gegenüber der Kontrollgruppe (Beibehaltung der bisherigen Trinkmenge) hinsichtlich Nierenfunktion (GFR), Albuminurie, Kreatinin-Clearance sowie dem Wohlbefinden führte. Bei Patienten mit kardialen oder renalen Erkrankungen sind Volumenüberladungen in der Regel sogar eher nachteilig – die Trinkmenge wird bei diesen Patienten individuell vom Arzt festgelegt und an diese Empfehlung sollten sich die Patienten unbedingt halten.

Was effektiv gegen einen Nierenfunktionsverlust hilft:

- Nichtrauchen

- Abnehmen bei Übergewicht

- Phosphatarme Ernährung, vegetarische Ernährung

Was höchstwahrscheinlich auch hilft:

- Sport

 

Pressemeldung unter: idw-online.de/de/news703089

 

Buch zum Thema: Fritschka, E.; Mahlmeister, J.: Gesundheitstrainingsprogramm für chronisch Nierenkranke. Pabst 2002, 196 Seiten, ISBN 978-3-936142-33-4

zum Buch im Shop

Icon Spezial- und allgemeine FachliteraturWissenschaftliche Spezialtitel & allgemeinverständliche Fachliteratur
Icon Versand Europa kostenlosKostenloser, europaweiter Versand
Icon sicher zahlenSichere Bezahlung via Paypal & Überweisung