Ältere lassen sich häufiger als Jüngere gegen Infektionen impfen, aber noch immer zu wenige: Etwa die Hälfte der über 60jährigen geht zur Grippeschutzimpfung und nur ein Drittel lässt sich gegen Pneumokokken impfen. Kaum ein Drittel der Senioren geht zur Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes Mellitus II.
"Der Lebensstil über die gesamte Lebensspanne ist wesentlich mit dem Auftreten und der Ausprägung von Erkrankungen bzw. Beeinträchtigungen in der lezten Lebensphase verbunden. Bei der körperlichen Aktivität erreichen allerdings nur 11% der Frauen und 16% der Männer ab 70 Jahren die Empfehlung von mindestens zweieinhalb Stunden körperlicher Aktivität pro Woche. Während Tabakkonsum unter älteren Menschen eher wenig verbreitet ist (12% der Männer und 9% der Frauen ab 65 Jahren rauchen), ist riskanter Alkoholkonsum deutlich häufiger (bei Frauen ab 65 Jahren jede Fünfte, bei Männern jeder Vierte). An Präventionsangeboten nehmen etwa 26% der Frauen und 16% der Männer teil", berichten Professorin Dr. Ulla Walter und Wiebke Flor (Medizinische Hochschule Hannover) in ihrem Beitrag zum Reader.
Einzelne Aufsätze im Reader listen zu den häufigsten Erkrankungen detailliert auf, welche Vorbeugung nachweislich langfristig sinnvoll ist. Einige Elemente kehren regelmäßig wieder: reichlich Bewegung, mediterrane Ernährung, kein Tabak, kein oder wenig Alkohol. Relevant für die gesamte Lebensspanne.
Hans-Wolfgang Hoefert, Christoph Klotter (Hrsg.) Krankheitsprävention in der Kontroverse
Pabst, 404 Seiten. Paperback ISBN 978-3-95853-018-8. eBook ISBN 978-3-95853-018-8
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Krankheitsprävention mangelhaft: Viele Senioren bewegen sich wenig, trinken Alkohol und lassen sich nicht impfen