"Je individueller und teurer eine Kreuzfahrt ist - also abseits vom Mainstream -, desto weniger wird getrunken. Im Massensegment (Costa, Aida, MSC) wird deutlich mehr Alkohol konsumiert. Der niedrige Passage-Preis muss mit Zusatzverkäufen kompensiert werden, um die Umsatz- und Profitziele zu erfüllen. Zitat eines Besatzungsmitgliedes: ´Kurze und besonders billige Reisen bei Aida in Nord- und Ostsee sind legendär. Die Barkeeper geiern auf Trinkgeld und animieren hemmungslos ... bis zum Komasaufen. Es wird regelmäßig gekotzt. Wenn der Umsatz nicht stimmt, gibt es Druck in der Chain of Command; denn der Bonus, insbesondere für die Capos, hängt vom Verkauf ab.´"
"Am Beispiel der Reederei MSC mit Sitz in Genf, deren Schiffe in Panama und Malta registriert sind, wird das erschreckende Ausmaß an Drogenschmuggel deutlich. In den letzten Jahren wurden acht Fälle von Rauschgiftschmuggel bekannt. Sowohl Besatzungsmitglieder als auch Passagiere befanden sich unter den Tätern. Die Mengen reichten von 6KG bis 40KG Kokain. Die Passagiere von MSC kommen überwiegend aus Europa, insbesondere auch aus Deutschland. Diese Reederei ist kein Einzelfall," berichtet die Dokumentation.
Alkohol, Drogen, Verkehrseignung – Kreuzschifffahrt
Brieler, Paul; Büttner, Andreas; Püschel, Klaus (Hrsg.)
Pabst , 2019, 140 Seiten