Im aktuellen Lehrbuch für Nieren- und Hochdruckkrankheiten gibt die Nephrologin zu bedenken: "Je nach Notwendigkeit der Volumensteuerung und auszugleichenden Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltsstörungen und Urämie, aber auch bei Erkrankungen wie z.B. hepatorenalem oder kardiorenalem Syndrom fällt die Entscheidung für eine PD leichter als bei einem septischen Krankheitsbild mit begleitender Oligo-Anurie. Dennoch sollte auch bei diesen Erkrankungen dieses Behandlungsverfahren nicht außer Acht gelassen werden.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass eine komplizierte Beatmungssituation oder gar die Bauchlage keine Kontraindikationen für eine PD-Behandlung ist. Absolute Kontraindikationen gibt es wenige; dazu zählt die ISPD-Guideline neben einem kürzlich zurückliegenden abdominellen Eingriff ein abdominelles Kompartmentsyndrom und eine Pilzperitonitis." Relative Kontraindikationen sind ein paralytischer Ileus, evtl. eine schwierige Beatmungssituation und eine Zwerchfellhernie.
Bei gutem Training des Behandlungsteams und einwandfreier Hygiene sieht Abu-Tair wesentliche Vorteile für den Patienten.
Akademie Niere (Hrsg.) Lehrbuch für Nieren- und Hochdruckkrankheiten 2024.
Pabst, 810 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-95853-904-4, eBook ISBN 978-3-95853-905-1