Der Onkologe Prof. Dr. Hermann Delbrück weist in seinem Ratgeber "Brustkrebs vermeiden" zusätzlich auf das hohe Risiko von tierischem Fett hin: In ostasiatischen Ländern wird wenig Fett gegessen, entsprechend geringer ist das Krebsrisiko. Die gleiche Tendenz besteht in Europa: Im Norden wird viel, im Süden wenig tierisches Fett gegessen - entsprechend unterscheiden sich die Krebsrisiken.
Delbrück: "Fast Food ist äußerst kalorienreich; es enthält viel Fett, gesättigte Fettsäuren, Zusatzstoffe, Zucker und Salz. Schon allein deswegen ist Fast Food ungesund. Einige Experten halten darüber hinaus das bei der Erhitzung von Pommes frites entstehende Acrylamid für erbgutschädigend. Der häufige Verzehr von Fast Food ist auch wegen seines hohen Glykämischen Index nicht ratsam. Je höher der Glykämische Index einer Ernährung, desto höher die Insulinausschüttung, umso stärker die Krebsförderung."
Warum leiden adipöse Frauen - v.a. mit überreichlichem Bauchfett - häufig an Brustkrebs? Delbrück nennt mehrere Zusammenhänge, u.a.:
- Fettgewebe produziert Faktoren, die das Zellwachstum anregen
- Fettgewebe fördert die Bildung von Östrogenen, die nach den Wechseljahren das Krebswachstum stimulieren
- Das Gewebe Übergewichtiger fördert die Invasion und Ausbreitung von Krebszellen
- Übergewichtige Frauen sind häufig körperlich inaktiv; Bewegungsmangel fördert das Krebswachstum
- Übergewichtige Frauen haben häufig eine Fettleber, die Krebs begünstigt
- Korpulente Frauen gehen seltener zur Vorsorge; daher wird der Krebs bei ihnen häufiger verspätet entdeckt
- Die mammografische Erkennung eines Tumors ist bei Übergewicht erschwert
In Deutschland erkrankt inzwischen etwa jede achte Frau zumindest einmal im Leben an Brustkrebs. Doch jede Frau kann ihr Risiko halbieren: Hermann Delbrück beschreibt die Details in seinem wissenschaftlich fundierten, aber allgemeinverständlichen Ratgeber "Brustkrebs vermeiden".
Hermann Delbrück: Brustkrebs vermeiden
Pabst, 252 Seiten, Paperback ISBN 978-3-95853-124-6, e-book 978-3-95853-125-3
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