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außerordentlich

Kunst, Psychiatrie, Gesellschaft heute
Schriftenreihe der DGPA, Band 43
Sollberger, Daniel; Boehlke, Erik; Kobbé, Ulrich (Hrsg.)
2026, 224 Seiten
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978-3-69217-058-9
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Presse / Leserstimmen

AUSSERORDENTLICH meint das Besondere, Ausgezeichnete, Besondere, Ausgefallene, etwas Bedeutendes, Essenzielles, ein Auffälliges, Ungewöhnliches, Unerwartetes, Überraschendes, etwas Unordentliches außerhalb der Ordnung, ein unvergleichlich, überspannt, extravagant Wirkendes und noch viel mehr... 
Die AUSSERORDENTLICHE Herausforderung: Wenn denn schon psychisch Kranke aus der normativen Ordnung fallen, muss es dann nicht darum gehen, sie in diesem So-Sein ganzheitlich wahrzunehmen? Weil Pathologisierung die Subjekte verobjektiviert (»destuitiert«), gilt es, sie zu positivieren (zu »instituieren«). Diesem Spektrum gibt das hier dokumentierte Tagungsprojekt Farbe und Form, Textur und Bild, Gestaltungs- und Spielraum, Erlebnis- und Ge-/Denkmomente. 
Die Deutschsprachige Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie des Ausdrucks (DGPA) stellt sich der Herausforderung des/der AUSSERORDENTLICHEN. Die bunt-heterogenen Beiträge leisten – sich – eine Dokumentation, Kontextualisierung, Reflexion, Problematisierung, ja, Wiederbelebung sonst diskreditierter Kunst. Denn nicht selten sind es gerade gesellschaftliche – und auch künstlerische – Außenseiter, die von den Rändern her soziale Normen und kulturelle Codes infrage stellen, gleichsam aufbrechen – oder zumindest so gelesen werden. Denn was oder wer ›ver-rückt‹ ist, bleibt auch von Grenzziehungen gesellschaftlicher Ordnung contra Unordnung, psychiatrischer Vollmacht versus Ohnmacht, subjektiven Einverständnisses oder Unverständnisses abhängig. Auch das ist an sich … AUSSERORDENTLICH.

PD Dr. med. Dr. phil Daniel 
Sollberger
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie und promovierter Philosoph; stv. ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für spezialisierte Psychotherapien und Psychosomatik (ZPP) sowie des Zentrums für psychosoziale Therapie (ZPS) der Psychiatrie Baselland. Privatdozent an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Präsident der Deutschsprachigen Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie des Ausdrucks e.V. Zu seinen klinischen und Forschungsschwerpunkten gehören die Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsstörungen und Essstörungen, die Identitätsentwicklung und Identitätsstörungen, Psychotherapieforschung, qualitative Narrativforschung sowie die Schnittstellen von Philosophie und Psychiatrie.
Erik 
Boehlke
Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin. Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. 1986 bis 2000 ärztliche Leitung der Heil-therapeutischen Abteilung der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik; 2001 bis 2005 Leitung der Rehabilitationsklinik für Abhängigkeitserkrankte, Vivantes, Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Seit 2006 freier Mitarbeiter der Psychiatrischen Institutsambulanz II des Humboldt-Klinikums Berlin.1997 Gründung des GIB e. V., Gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen. Seither geschäftsführender Vorstandsvorsitzender. November 2015 Gründung der GIB-Stiftung, gemeinsam mit Frau Brauns Gründungsvorstand.
Dr. Ulrich 
Kobbé
Dr. Ulrich Kobbé ist zertifizierter Klinischer und Rechtspsychologe sowie Supervisor und approbierter Psychotherapeut: Forensisch arbeitete er hauptsächlich a) mit schwer gestörten männlichen Tätern (1984-1999), b) mit forensisch untergebrachten Frauen (2008-2018) und war Vorsitzender eines Klinischen Ethik-Komitees. Zwischenzeitlich hatte er 1999-2008 eine Professur für Klinische Psychologie (Schwerpunkte: Forensik und Psychoanalyse) an der Universität Duisburg-Essen. Er war Mitherausgeber der Zeitschriften Forensische Psychiatrie und Psychotherapie (1994-2005) und Psychologie & Gesellschaftskritik (2003-2016) und ist Beiratsmitglied der Zeitschriften Psychoanalyse – Texte zur Sozialforschung (seit 2001) und Psychotherapie Forum (seit 2021). Er ist freiberuflich als Supervisor, Sachverständiger, Fachreferent, Zeitschriften- und Buchautor tätig.
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