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rausch – Wiener Zeitschrift für Suchttherapie, 2026.15:152-161
Spielen im Dialog – über Sozialkonzepte im Glücksspiel
Zusammenfassung:
Der Beitrag analysiert Sozialkonzepte im Glücksspiel als Instrumente der Prävention und Regulierung im Spannungsfeld von individueller Autonomie, Suchtrisiken und staatlicher Fürsorgepflicht. Ausgehend von rechtlichen Rahmenbedingungen des Glücksspielstaatsvertrags und klinischen Konzepten der Glücksspielstörung (DSM‑5) wird gezeigt, dass wirksame Sozialkonzepte wesentlich auf dialogischen Prozessen beruhen. Beobachtungen, Gespräche sowie abgestufte Maßnahmen der Prävention, Frühintervention und Intervention bilden den Kern eines gelebten Sozialkonzepts. Der Beitrag ordnet Sozialkonzepte zudem in den Kontext der Setting-orientierten Prävention ein und versteht Spielorte als potenziell gesundheitsfördernde Settings.
Schlüsselwörter:
Abstract:
This article examines social responsibility concepts in gambling as instruments of prevention and regulation within the tension between individual autonomy, addiction risk, and the duty of care of gambling providers. Drawing on the legal framework of the German Interstate Treaty on Gambling and clinical concepts of gambling disorder (DSM‑5), it argues that effective social concepts rely fundamentally on dialogical processes. Observations, conversations, and graduated measures of prevention, early intervention, and intervention form the core of a living social concept. Furthermore, the article situates social concepts within a setting‑based prevention approach, conceptualizing gambling venues as potentially health‑promoting settings.
Keywords: