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Empirische Sonderpädagogik, 2026.18:20-33

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Markus Spilles, Corinna Hank & Christian Huber
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Empirische Sonderpädagogik
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07-09-2026
DOI:
10.2440/003-0058

Soziale Integration im Klassenverband stärken: Effekte einer kontaktbasierten Spielintervention in der vierten Jahrgangsstufe

Zusammenfassung:

Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse einer Pilotstudie zur spielerischen Förderung sozialer Integration vorgestellt. Vier vierte Klassen mit insgesamt n = 96 Schüler:innen wurden im Rahmen einer quasiexperimentellen Studie mit Prä- und Postmessung in eine Interventionsgruppe und eine Kontrollgruppe (jeweils n = 48) aufgeteilt. In den beiden Interventionsklassen wurde über zwei Wochen ein Spiel zum gegenseitigen Kennenlernen umgesetzt, das basierend auf den Kriterien der Intergroup Contact Theory konzipiert wurde. Überprüft wurde, ob die Schulkinder nach der Intervention der Meinung waren, ihre Mitschüler:innen besser zu kennen und ob sie diese besser sozial akzeptierten. Die Daten wurden via Peer Ratings erhoben und anhand von Mehrebenenanalysen unter Berücksichtigung der kreuzweisen dyadischen Nestung der Schulkinder ausgewertet. In den Ergebnissen zeigen sich im Hinblick auf beide Fragestellungen signifikante Interaktionen von Gruppenzugehörigkeit und Messzeitpunkt zugunsten der Interventionsbedingung. Es lässt sich vermuten, dass die soziale Akzeptanz in den Interventionsklassen durch das Spiel schwach gesteigert werden konnte.
 

Schlüsselwörter:

Soziale Integration, soziale Akzeptanz, Intergroup Contact Theory, Primarschule, Interventionsstudie

Promoting Social Integration in the Classroom: Effects of a Contact-Based Play Intervention in Fourth Grade

Abstract:

This article presents the results of a pilot study on a game-based intervention to foster social integration. Four fourth-grade classes with a total of n = 96 students were divided into an intervention group and a control group (each n = 48) as part of a quasi-experimental pretest-posttest design. In the two intervention classes, a game for getting to know each other, based on the criteria of Intergroup Contact Theory, was implemented over a period of two weeks. The study examined whether students reported knowing their classmates better after the intervention and whether they showed higher levels of social acceptance. Data were collected via peer ratings and analyzed using multilevel analyses, accounting for the cross-dyadic nesting structure of the students. With regard to both outcomes, the results revealed significant interactions between group membership and time in favor of the intervention condition. The findings suggest that social acceptance in the intervention classes showed a small increase as a result of the game. 
 

Keywords:

Social integration, social acceptance, Intergroup Contact Theory, primary school, intervention study
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