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Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin 2025.46:128-141

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Corinna Reck & Maria Hagl
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Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin
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01-02-2026
DOI:
10.2440/006-0070

In guter Hoffnung… peripartale psychische Störungen in der ICD -11

Zusammenfassung:

Schwangerschaft und insbesondere die Geburt eines Kindes können als bedeutende psychosoziale und biologische Stressoren die psychische Gesundheit der Mutter beeinflussen. Psychische Störungen im Peripartalzeitraum sind häufig und ihre besondere Bedeutung liegt darin, dass sie sich über eine Beeinträchtigung der Mutter-Kind-Beziehung und der mütterlichen Kompetenzen auf die Entwicklungsbedingungen des Kindes auswirken. Dieser Relevanz wurde in den früheren Versionen der internationalen Klassifikationssysteme nicht ausreichend Rechnung getragen. In der ICD-11 kann die neu geschaffene Kategorie „Psychische Störungen oder Verhaltensstörungen in Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett“ für mehr Sichtbarkeit sorgen und indem auch ängstliche und zwanghafte Symptome berücksichtigt sind, wird der alleinige Fokus auf die häufige depressive Symptomatik und die sehr seltenen psychotischen Erscheinungsbilder überwunden. Gleichzeitig sind die neuen diagnostischen Optionen weiterhin auf Schwangerschaft und Wochenbett beschränkt und greifen damit zu kurz.

Schlüsselwörter:

ICD-11, peripartale psychische Störungen, Postpartalzeit, Schwangerschaft, Geburt

Expecting… more? Perinatal mental disorders in ICD -11

Abstract:

 Expecting a baby, and childbirth in particular are significant psycho-social and biological stressors that may affect maternal mental health. Overall, perinatal mental disorders are common; their particular importance lies in the fact that they can impair the mother-infant relationship and parenting skills which in turn affects child development. This relevance was not adequately addressed in earlier versions of WHO’s and APA’s classifications systems. In ICD-11, the new diagnostic grouping ‘Mental and behavioural disorders associated with pregnancy, childbirth or the puerperium’ may help to increase the visibility and recognition of perinatal mental disorders as a whole. Also, by including descriptions of obsessive-compulsive and anxiety symptoms, ICD-11 moves beyond its former narrow focus on the frequent depressive syndromes on the one hand and the rather rare psychotic manifestations on the other. However, the new diagnostic options are still limited to pregnancy and the immediate postpartum period, failing to cover the full picture.

Keywords:

ICD-11, perinatal mental health, postpartum, pregnancy, childbirth
10,00  inkl. MwSt.

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