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rausch – Wiener Zeitschrift für Suchttherapie, 2026.15:162-170
Von der Regulierung zur Partizipation: Ein Plädoyer für partizipativen Spielerschutz
Zusammenfassung:
Trotz zunehmender Regulierung werden die derzeit in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Spielerschutzmaßnahmen und Responsible-Gambling-Tools (RG) eher selten genutzt und von Spielteilnehmenden teilweise als wenig vertrauenswürdig wahrgenommen. Aufbauend auf Wrights Partizipationsmodell sowie dem Community-Based Participatory Research-Ansatz (CBPR) wird der Frage nachgegangen, inwiefern die aktive Einbindung von Glücksspielenden in die gemeinsame Entwicklung, Erprobung und Evaluation von Spielerschutzmaßnahmen dazu beitragen kann, deren Nutzung, Glaubwürdigkeit und damit auch die Wirksamkeit zu steigern. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Paradigmenwechsel von einer überwiegend top-down-orientierten Regulierung hin zu einem gemeinschaftlich gestalteten, lebensweltorientierten Public-Health-Ansatz im Spielerschutz zielführend.
Schlüsselwörter:
Abstract:
Despite increasing regulation, player protection measures and responsible gambling (RG) tools currently required by law in Germany are used only rarely and are partly perceived by gamblers as not very trustworthy. Building on Wright’s participation model and the Community-Based Participatory Research (CBPR) approach, this article examines the extent to which the active involvement of gamblers in the joint development, testing, and evaluation of player protection measures can help increase their use, credibility, and thus their effectiveness. In this context, shifting from a predominantly top-down regulatory approach toward a collaboratively developed public health approach grounded in the lived realities of players appears promising.
Keywords: