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Musik-, Tanz- & Kunsttherapie, 2024.34:50–64
Kunstgalerien als potenzielle Orte des Wohlbefindens der Zukunft. Wie Flow und wahrnehmende Erfahrungen negative Emotionen durch achtsames Betrachten von Kunst positiv beeinflussen können
Zusammenfassung:
Die vorliegende Studie befasst sich mit den Auswirkungen des achtsamen Betrachtens von Kunst in einer Galerie, die speziell für das Verweilen vor den Kunstwerken und für das langsame Betrachten („slow-looking“) von Kunst konzipiert wurde. Ziel ist es zu prüfen, ob eine Beziehung zwischen Meditation, welche durch zur Verfügung gestellte Guides (schriftlicher Guide oder Audioguide) unterstützt wurde, und ästhetischer Erfahrung besteht. Ferner stellt sich die Frage, ob ästhetische Erfahrung, einschließlich Flow und Achtsamkeit, emotionale Zustände vorhersagen kann. Um dies zu untersuchen, wurden die TeilnehmerInnen gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Dieser enthielt Messungen der genannten Variablen, nachdem sie Zeit in der Ausstellung „And Breathe“ in der Manchester Art Gallery verbracht und von den verschiedenen Guides Gebrauch gemacht hatten. Die gewonnenen Daten zeigen weder einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Nutzung von Guides und der ästhetischen Erfahrung, noch einen signifikanten Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und positiven Emotionen. Die Ergebnisse zeigen jedoch eine signifikante Vorhersage positiver Emotionsveränderungen durch zwei Bereiche der ästhetischen Erfahrung: Wahrnehmung und Flow. Die vorliegende Studie liefert theoretische Implikationen für ein erweitertes Verständnis der Beschäftigung mit Kunst in einem musealen Umfeld und deren möglichen Nutzen für das Wohlbefinden von BesucherInnen. Weitere Forschungen sollten die potenziellen Vorteile untersuchen, die ästhetische Erfahrungen und Flow-Erlebnisse in einem klinischen Umfeld bieten können.
Schlüsselwörter:
Art galleries as potential wellbeing centres of the future. How flow and perceptive experiences can improve negative emotions through slow looking at art
Abstract:
This research focuses on the effects of mindfully looking at art in a gallery setting, which was specially designed for taking time in front of artworks and slow-looking. The aims are to test whether a relationship between meditation, in the form of deep engagement through guides (printed guide or audio guide), and aesthetic experience persists and whether aesthetic experience, including flow and mindfulness, can predict emotional states. To investigate this, participants were asked to fill in a questionnaire, including measurements of the named variables, after spending time in the “And Breathe” exhibition in Manchester Art Gallery and making use of potential guides. The retrieved data reveals no significant relationship between the use of guides and aesthetic experience, nor a significant link of mindfulness predicting positive emotions. However, results show a significant prediction of positive emotion change by two domains of aesthetic experience, perception, and flow. The present study provides theoretical implications for an elevated understanding of engagement with art in a museum setting and its possible benefits for well-being. Further research should investigate the potential prosperities which aesthetic experience and flow experiences may provide for a clinical setting.
Keywords: