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rausch – Wiener Zeitschrift für Suchttherapie, 2024.13:229–242

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Thomas Ballhausen
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rausch – Wiener Zeitschrift für Suchttherapie
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04-06-2024
DOI:
10.2440/002-0020

Selbsthilfe erzählen – Ethik als Ästhetik in Luka Lenzins Nadel und Folie

Zusammenfassung:

Mit dem Comic Nadel und Folie adressiert Luka Lenzin auf künstlerischem Wege kritisch die deutsche bzw. internationale Drogenpolitik und rückt dabei insbesondere Aspekte der Stigmatisierung und Kriminalisierung ins Zentrum. Aufbauend auf langjährigen eigenen Arbeitserfahrungen in einer Hamburger Einrichtung erzählt Lenzin anhand individueller Schicksale von übergeordneten Fragestellungen und Herausforderungen, die nicht zuletzt politische und ethische Aspekte berühren. In der vorsätzlichen Verbindung von Faktischem und Fiktivem bezieht sich Lenzin auf die ästhetischen Strategien der Collage, entsprechend stehen in diesem Comic erfundene Biografien neben historischen Überlegungen und Informationen zum Drogenkonsum. Hier ist insbesondere die Integration von wissenschaftlichen Quellen in eine narrative Struktur für das Verhältnis ethischer Ansprüche und ästhetischer Strategien von Bedeutung. Die gegenständliche Analyse konstatiert deshalb nicht nur eine Verbindung von Ethik und Ästhetik, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung bzw. Verschiebung hin von Ethik (etwa in Bezug auf die von Lenzin herangezogenen Quellen) als Ästhetik (eben in der Ausgestaltung des Comics durch Lenzin). Nadel und Folie kann und soll als Ausdruck künstlerischer Kritik an deutscher bzw. internationaler Drogenpolitik verstanden werden, als parteiische Perspektive auf die aktuellen Debatten rund um Optionen der Legalisierung substanzgebundener Süchte. Die Analyse von Lenzins Veröffentlichung macht deutlich, wie sehr das eigenständige Medium Comic in der Lage ist, sensible gesellschaftliche Themen adäquat zu verhandeln bzw. diese Themen in Formen künstlerischer Darstellung zu überführen.

Schlüsselwörter:

Luka Lenzin, Graphic Novel/Comic, Drogenpolitik/künstlerische Darstellung, War on Drugs/künstlerische Darstellung, Suchtberatung/künstlerische Darstellung

Abstract:

With the comic book Needle and Foil (original title: Nadel und Folie), Luka Lenzin takes a critical artistic approach to German and international drug policy, focusing in particular on aspects of stigmatisation and criminalisation. Building on many years of personal work experience in a Hamburg institution, Lenzin uses individual fates to tell of overarching issues and challenges that touch not least on political and ethical aspects. In the deliberate combination of fact and fiction, Lenzin draws on the aesthetic strategies of collage; accordingly, in this comic, invented biographies are juxtaposed with historical considerations and information on drug use. Here, the integration of scientific sources into a narrative structure is particularly important for the relationship between ethical demands and aesthetic strategies. This analysis therefore not only establishes a connection between ethics and aesthetics, but rather a further development or shift from ethics (e.g., in relation to the sources used by Lenzin) to aesthetics (precisely in Lenzin’s design of the comic). Needle and Foil can and should be understood as an expression of artistic critique of German and international drug policy, as a partisan perspective on the current debates surrounding options for the legalisation of substance-related addictions. The analysis of Lenzin‘s publication makes it clear to what extent the independent medium of comics is capable of adequately negotiating sensitive social issues and translating these issues into forms of artistic representation.

Keywords:

Luka Lenzin, graphic novel/comic, drug politics/artistic representation, war on drugs/artistic representation, addiction counseling/artistic representation
10,00  inkl. MwSt.

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