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Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, 2023.33:308-323
Deutsch als Zweitsprache im Maßregelvollzug. Zwischen Restriktion, Fördern und Fordern
Zusammenfassung:
Viele forensisch psychiatrische Patientinnen und Patienten haben einen Migrationshintergrund. Unter diesen Personen sind einige, die kaum oder gar kein Deutsch sprechen bzw. verstehen. Da die Erfolgsaussichten der Behandlung im Maßregelvollzug erheblich von hinreichenden sprachlichen Verständigungsmöglichkeiten zwischen den Behandelnden und den Patienten abhängen, ist dies ein Problem, mit dem sich die Beteiligten auf allen Ebenen auseinandersetzen müssen. Hierzu haben wir unter allen MRV-Einrichtungen Deutschlands eine internetbasierte Umfrage mit dem Ziel durchgeführt, mehr über den Status quo des Umgangs mit diesem Problemfeld zu erfahren. Das Erlernen der deutschen Sprache wird in vielen MRV-Kliniken aktiv gefördert; dies reicht als Einzelmaßnahme zur Erreichung einer (sprachlichen) Therapiefähigkeit der Patientinnen und Patienten aber keinesfalls aus. Dieser Beitrag gibt Hinweise, in welchen Bereichen und mit welchen Schwerpunkten an der Lösung dieser Probleme gearbeitet wird.
Schlüsselwörter:
German as secondary language in Forensic Mental Hospitals: Restricting, encouraging or demanding migrant patients?
Abstract:
Many forensic psychiatric patients have a migration background. Among these individuals are some who speak or understand little or no German. Since the chances of success of treatment in the forensic system depend to a large extent on sufficient linguistic communication skills between those treating and the patients, this is a problem that must be dealt with by those involved at all levels. To this end, we conducted an internet-based survey among all forensic psychiatric facilities in Germany with the aim of learning more about the status quo of dealing with this problem area. Learning German is actively promoted in many forensic hospitals; however, this is by no means sufficient as a single measure to achieve (linguistic) therapy ability for patients. This article gives indications of the areas in which work is being done to solve these problems, and describes the focus of this work.
Keywords: