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Verzerrungen bei direkten und indirekten selbstbezogenen Ähnlichkeitsurteilen als Konsequenz hoch zugänglichen Selbstwissens

Kühnen, U.
1999, 164 Seiten
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978-3-933151-70-4
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Ziel der Arbeit ist es, drei in der sozialpsychologischen Literatur bislang unverbunden betrachtete Antworttendenzen bei sozialen Vergleichen auf ein gemeinsames Erklärungsprinzip zurückzuführen. Diese drei Antworttendenzen sind a) Asymmetrien in direkten selbstbezogenen Ähnlichkeitsurteilen bei Variation der Vergleichsrichtung, b) der False-Consensus-Effekt und c) der False-Uniqueness-Effekt. Das gemeinsame Erklärungsprinzip fußt in der Annahme, daß Personen Wissen über sich selbst leichter aus dem Gedächtnis abrufen können als Wissen über andere Personen. Entsprechend gewichten sie bei der Urteilsbildung selbstbezogenes Wissen stärker als Wissen über andere Personen.

Angewendet auf die drei zu erklärenden Urteilstendenzen bedeutet dies:

ad a) Ist für eine Person Selbstwissen hoch zugänglich und wird die Zugänglichkeit von Selbstwissen zudem dadurch weiter erhöht, daß das Selbst Subjekt des Vergleichsurteils ist ("Wie ähnlich sind Sie der anderen Person...?"), so kommen dem Urteilenden Merkmale der eigenen Person besonders leicht in den Sinn. Das Urteil lautet daher mit größerer Wahrscheinlichkeit ‘unähnlich’, als wenn Wissen über andere Personen aktiviert wird ("Wie ähnlich ist die andere Person Ihnen...?").

ad b) Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten werden aufgrund der Leichtigkeit abgeschätzt, mit der passende Gedächtnisinhalte generiert werden können. Wenn Selbstwissen für eine Person hoch zugänglich ist, so kommen ihr Beispiele für eigene Einstellungen und Verhaltensweisen leichter in den Sinn als Beispiele für die Einstellungen und Verhaltensweisen anderer Personen, weshalb sie die Verbreitetheit eigener Positionen überschätzt (False-Consensus-Effekt).

ad c) Wenn Personen Wissen, das das Vorhandensein bestimmter Fähigkeiten bei der eigenen Person belegt, leichter in den Sinn kommt als Wissen, das das Vorhandensein der betreffenden Fähigkeit bei anderen Personen belegt, so kommt es zur Überschätzung der Besonderheit eigener Fähigkeiten (False-Uniqueness-Effekt).

Das sagen die anderen:

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