Soma – Sema. Im Spannungsfeld zwischen Somatik und Semiotik

Sollberger, Daniel; Boehlke, Erik; Kobbé, Ulrich (Hrsg.)
2019, 258 Seiten
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978-3-95853-530-5
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Schriftenreihe der Deutschsprachigen Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie des Ausdrucks e.V. (DGPA), Band 38
Herausgegeben vom Vorstand der DGPA, vertreten durch Daniel Sollberger, Hans-Peter Kapfhammer, Axel-Uwe Walther, Erik Boehlke und Manfred Heuser

Die Frage nach dem Verhältnis von Leib und Seele, Gehirn und Geist oder schlicht von Körper (soma) und Zeichen bzw. Bedeutung (sema), also Somatik und Semantik, ist nicht nur in der Geschichte der Philosophie, sondern insbesondere in der Medizin und den modernen Neurowissenschaften zum Dilemma geworden.

Während sich bei Platon die Vorstellung findet, dass die Seele an ihren Körper gefesselt und gezwungen ist, die Wirklichkeit ›wie durch Gitterstäbe‹ zu sehen, erkennen Philosophen in der Tradition von Aristoteles, dass die Seele als Form und Lebendigkeit des Körpers von ihm untrennbar und in jedem seiner Teile ist. Neuere, im weitesten Sinn psychosomatische Konzepte versuchen der cartesianischen Trennung von Körper und Geist etwa jenes eines embodied self, eines verkörperten Bewusstseins, entgegenzusetzen.

Der vorliegende Band der DGPA-Jahrestagung 2018 in Basel versammelt Beiträge zu Lesarten des angesprochenen Verhältnisses, zu Fragen der Differenz und Verbindung von Soma und Sema und dies in Therapie und künstlerischem Ausdruck.

PD Dr. med. Dr. phil Daniel 
Sollberger
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie und promovierter Philosoph; stv. ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für spezialisierte Psychotherapien und Psychosomatik (ZPP) sowie des Zentrums für psychosoziale Therapie (ZPS) der Psychiatrie Baselland. Privatdozent an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel. Präsident der Deutschsprachigen Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie des Ausdrucks e.V. Zu seinen klinischen und Forschungsschwerpunkten gehören die Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsstörungen und Essstörungen, die Identitätsentwicklung und Identitätsstörungen, Psychotherapieforschung, qualitative Narrativforschung sowie die Schnittstellen von Philosophie und Psychiatrie.
Erik 
Boehlke
Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin. Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. 1986 bis 2000 ärztliche Leitung der Heil-therapeutischen Abteilung der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik; 2001 bis 2005 Leitung der Rehabilitationsklinik für Abhängigkeitserkrankte, Vivantes, Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Seit 2006 freier Mitarbeiter der Psychiatrischen Institutsambulanz II des Humboldt-Klinikums Berlin.1997 Gründung des GIB e. V., Gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderungen. Seither geschäftsführender Vorstandsvorsitzender. November 2015 Gründung der GIB-Stiftung, gemeinsam mit Frau Brauns Gründungsvorstand.
Dr. phil. Dipl.-Psych. Ulrich 
Kobbé
Klinischer und Rechtspsychologe, Psychotherapeut, langjährige Psychotherapie-, Prognoseberatungs-, Gutachten-, Supervisionserfahrung incl. Vorsitz eines Klinischen Ethik-Komitees, Lehr- und Forschungspraxis an der Universität Duisburg-Essen; derzeit Tätigkeit als Supervisor, Sachverständiger, >Homme de Lettres<; zahlreiche Zeitschriften- und Buchveröffentlichungen, zuletzt 2017 "Forensische Prognosen – Ein transdisziplinäres Praxismanual" und 2019 "Lilith im Maßregelvollzug – Ein frauenforensischer Reader" bei Pabst Science Publishers.
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