Entwicklung des Handlungsgedächtnisses im Alter: konzeptuelle Aspekte

Neidhardt, E.
1995, 344 Seiten
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978-3-928057-82-0
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Einerseits zeigen Ältere in der Regel schlechtere Erinnerungsleistungen als die Jüngeren. Anderseits gibt es für die Älteren durchaus positive Ergebnisse: Auch bei ihnen wirken Strukturierung des Lernmaterials und motorische Enkodierung klar gedächtnisfördernd. Wenn die Erinnerungsleistungen der Älteren für ausgeführte Handlungen und die Gedächtnisleistungen der Jüngeren für verbal inkodierte Handlungsbeschreibungen miteinander verglichen werden, ergeben sich kaum Unterschiede. Häufig schneiden bei solchen Vergleichen die Älteren besser ab. Ebenso verhält es sich, wenn die Älteren strukturierbares Material lernen, die Jüngeren jedoch nicht Strukturierbares. Kompensation der Lernleistungen kann offensichtlich nicht auf der Ebene gleicher basaler Verarbeitungsprozesse angesiedelt werden, sondern muß im Sinne anderen Verhaltens in eher komplexen Ausgleichsmechanismen gesucht werden. Ältere Menschen müssen sich andere Lernbedingungen schaffen, müssen aktiv andere Verarbeitungsprozesse einsetzen, wenn sie mit den Jüngeren mithalten wollen. Daraus folgt allerdings, daß sie vermutlich nicht oder nur in Ausnahmen die Spitzenleistungen Jüngerer erreichen können.

Das sagen die anderen: