Gesundheit und Haft – Handbuch für Justiz, Medizin, Psychologie und Sozialarbeit

Lehmann, Marc; Behrens, Marcus; Drees, Heike (Hrsg.)
2014, 612 Seiten, Hardcover
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978-3-89967-930-4
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Gefängnisinsassen sind meist vor, während und nach der Haft verschiedensten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt – somatisch und psychosozial. Mit Haftantritt und Haftende wechseln jeweils die zuständigen Leistungsträger und Versorgungseinrichtungen; die Betreuung wird daraufhin oft verändert, unterbrochen oder abgebrochen.
Der Strafvollzug hat den Auftrag, die Gefährlichkeit von Tätern zu minimieren und eine Resozialisierung anzubahnen. Eine qualifizierte Gesundheitsversorgung trägt wesentlich dazu bei. Am Beispiel Substanzabhängigkeit wird dies bereits auf den ersten Blick deutlich.
Ein rein medizinisch ausgerichteter Ansatz verbietet sich in den meisten Fällen. Ein multiprofessionelles Engagement ist in der Regel indiziert. Die Gesundheitssorge wird maßgeblich vom Personal bestimmt – seiner Qualifikation, seiner Einstellung und seinem Menschenbild.
Ziel dieses Buches ist es, alle in diesem Feld arbeitenden Akteure zu sensibilisieren. Die Handlungsempfehlungen sollen dazu beitragen, Versorgungsschwierigkeiten zu minimieren und generell die gesundheitliche Situation der Gefangenen zu verbessern – vor, während und nach der Haft. Das Buch adressiert Leitungen und Entscheidungsträger, den allgemeinen Vollzugsdienst, die sozialen, psychologischen und medizinischen Dienste sowie die Bewährungshilfe.
Die Beiträge – aus unterschiedlichen, teils konträren Perspektiven verfasst – regen zu kritisch-konstruktiven Reflexionen an und dienen gleichzeitig der alltagspraktischen Handlungskompetenz. Sie informieren ausführlich über den Lebensraum Haft mit dem besonderen Blickwinkel auf die gesundheitlichen Versorgung.

Das sagen die anderen:

"Dass es ein Drogenproblem in deutschen Gefängnissen gibt ist nicht neu. Studien zeigen jedoch auf, dass fast die Hälfte (45%) der etwa 60.000 Häftlinge ein Problem mit psychoaktiven Substanzen haben und nahezu alle (95%) dazu seelische Störungen aufweisen.

Das Buch „Gesundheit und Haft“ greift dieses Thema auf und setzt sich in über 40 Artikeln aus unterschiedlichen, teils konträren Perspektiven damit auseinander. Die Beiträge informieren ausführlich über den Lebensraum Haft mit dem besonderen Blickwinkel auf die gesundheitliche Versorgung. Gleichzeitig dient das Buch auch der alltagspraktischen Handlungskompetenz."

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