Nephrologie: Im Rahmen der Anämie-Behandlung chronisch Nierenkranker ist die Eisentherapie ein - oft unterschätzter - wesentlicher Baustein. Leitlinien liegen nicht vor. J. Stigler und G. Mayer (Universitätsklinik Innsbruck) bieten in der aktuellen Ausgabe von "Nieren- und Hochdruckkrankheiten" einen Überblick über Vorteile, Risiken und Handlungsempfehlungen.
Eisen ist nicht nur für die Hämoglobinsynthese essenziell, sondern auch für die DNA-Synthese und -Reparatur, für die mitochondriale Funktion sowie Regulation von Zellwachstum bzw. - überleben. Anderseits kann in einer Überdosierung freies Eisen zur Bildung von Eisenradikalen führen, die oxidativen Stress und in Folge Zelltod und Organschäden verursachen. Um daher ein Zuwenig oder Zuviel zu vermeiden, ist bei chronisch Nierenkranken ein Monitoring erforderlich.