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News der letzten drei Monate

PatientInnen oder ihre Angehörigen lassen immer öfter ihrem Frust, ihrer Angst, ihrem Schmerz, ihrer Aggression freien Lauf. Verbale und tätliche Angriffe gegen medizinisches Personal nehmen zu - v.a. in Notaufnahmen und Arztpraxen. Vorbeugung, Deeskalation, notfalls Abwehr sind notwendig und lassen sich lernen. Martin Hoffmann, Polizeioberrat und Meister in chinesischer Kampfkunst, hat seine Erfahrungen in dem illustrierten Paperback ´Aggressive Patienten - Herausforderung für die Praxis´ zusammengefasst.

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Die auch als Blutvergiftung bekannte Sepsis zählt zu den häufigsten und tödlichsten Notfällen weltweit. Zwei aktuelle Publikationen Greifswalder Forscher zeigen nun eindrücklich, wie groß der Verbesserungsbedarf in der Sepsisversorgung europäischer Krankenhäuser ist. Dazu beschreiben die Veröffentlichungen die Ergebnisse einer umfassenden europaweiten Studie. Mit den beiden Publikationen schaffte das Greifswalder Forschungsteam eine Grundlage für neue nationale und europäische Strategien zur Verbesserung der Sepsisversorgung.

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Forschende der Universität Köln, Oxford, Lüttich sowie der kanadischen Cape Breton University haben für eine neue Studie Birkenpech mit Methoden hergestellt, die schon Neandertaler nutzen, um dessen antibakterielles Potenzial zu analysieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits Neandertaler das Birkenpech neben der Werkzeugherstellung auch für medizinische Zwecke genutzt haben könnten. Die Studie wurde unter dem Titel „Antibacterial properties of experimentally produced birch tar and its medicinal affordances in the Pleistocene“ im Fachjournal PLOS One veröffentlicht.

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Die bidirektionale Beziehung zwischen Schmerz und Schlaf thematisiert PD Dr. Walter Magerl (Universität Heidelberg/Mannheim) zum aktuellen Schmerzkongress. Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf Schlafqualität und Schmerzempfinden – gerade bei Menschen mit chronischen Schmerzen?

 

Dr. Magerl: Die Beziehung von Schmerz und Schlafstörungen ist bidirektional, aber nicht symmetrisch: Schlafstörungen erhöhen die Schmerzempfindlichkeit deutlich stärker, als Schmerzen den Schlaf stören. Die Zeitumstellung wirkt wie ein Social Jetlag, verschlechtert die Schlafqualität und beeinträchtigt die kognitive Leistungsfähigkeit – die Anpassung kann länger als eine Woche dauern. Die negativen Folgen sehen wir unter anderem in Statistiken zu Verkehrsunfällen und in Laborexperimenten mit kontrolliertem Schlafentzug, die zeigen, dass fehlender Schlaf Stimmung, kortikale Plastizität und Lernvermögen spürbar beeinträchtigt.

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Mehr als 60.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Darmkrebs. Der März steht deshalb bundesweit im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Denn wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Erkrankung und ihre Vorstufen oft gut behandelbar. „Wer nicht erst bis zum Erreichen des 50. Lebensjahres auf eventuell lebensrettende Vorsorgeuntersuchungen warten möchte, sollte sich informieren: Einige gesetzliche Krankenkassen zahlen ganz unkompliziert bei jüngeren Versicherten“, weiß Thomas Adolph, Geschäftsführer des unabhängigen Vergleichsportals gesetzlichekrankenkassen.de.

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Für Beschäftigte in Notaufnahmen oder im Rettungsdienst, für Lehrkräfte sowie für viele weitere Berufsgruppen mit engem Kunden- oder Publikumskontakt gehört Gewalt inzwischen beinahe zum Berufsalltag. Schätzungen zufolge haben zwischen zehn und 30 Prozent der Beschäftigten in Deutschland bereits Gewalt am Arbeitsplatz erlebt, sei es in physischer oder verbaler Form. „Gewalt ist ein zentrales Thema – branchenübergreifend, besonders jedoch im Gesundheitswesen und im öffentlichen Dienst. Und die Tendenz ist steigend“, sagt Professor Volker Harth, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM).

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Für Millionen Menschen in Deutschland, die rauchen oder viele Jahre geraucht haben, gibt es ab dem 1. April 2026 ein neues kostenloses Früherkennungsangebot: das bundesweite Lungenkrebsscreening der gesetzlichen Krankenkassen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) stellt das neue Screening in einer digitalen Pressekonferenz am 9. April 2026 vor – mit Antworten auf die zentralen Fragen: Wer kann teilnehmen? Wie läuft die Untersuchung ab? Wie wirksam ist sie? Auch der öffentliche Patiententag am 18. April 2026 im Wiesbadener Rathaus wird unter anderem über das Lungenscreening informieren.

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Europaweit spitze: 2025 wurden an der MHH 365 Organe und 229-mal Stammzellen transplantiert. Timo hat seinem dreijährigen Sohn im Januar 2026 einen Teil seiner Leber gespendet. „Meinem Kind zu helfen, war selbstverständlich“, sagt der Vater. „Zu wissen, dass ich ihm mit meiner Spende eine echte Zukunft ermöglichen kann, ist das Wichtigste.“ Bei der Leber-Lebendspende wird das an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) entwickelte Split-Leber-Verfahren eingesetzt, das die Teilbarkeit und Regenerationsfähigkeit der Leber nutzt. „Ohne die Bereitschaft von Angehörigen zur Lebendspende hätten viele Kinder mit schweren Lebererkrankungen heute keine ausreichende Therapieoption“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Baumann, Leiter der Kindergastroenterologie und -hepatologie in der MHH-Klinik für Pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen und Neuropädiatrie. 2025 haben fünf Angehörige einen Teil ihrer Leber gespendet.

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Etwa 15 Milliarden Euro Tabaksteuer kassiert der deutsche Staat jährlich. Dem stehen fast 100 Milliarden Euro öffentlich finanzierte Folgekosten des Nikotinkonsums gegenüber - Krankenversorgung, Arbeitslosigkeit, vorzeitige Berentung, Umweltschäden u.a. Der aktuelle Tabakatlas belegt, dass der deutsche Finanzminister dennoch den Rauchern weit weniger Steuern abverlangt als alle seine EU-Kollegen.

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Ein Greifswalder Forschungsteam hat zusammen mit internationalen Partner*innen aus Australien und Kanada herausgefunden wie vermieden werden kann, dass eine Verkettung seltener Umstände sogenannte Hirnvenenthrombosen nach einer COVID-19-Impfung auslöst. Durch die Entdeckung können Impfstoffe in Zukunft noch sicherer gemacht werden. Die Studie wurde nun in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht. Bereits auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie 2021 erhielt das Greifswalder Forschungsteam um Prof. Andreas Greinacher weltweite Aufmerksamkeit, als sie die Ursache sehr seltener Blutgerinnsel in den Hirnvenen nach einer Impfung mit Vektor-basierten COVID-19-Impfstoffen erkannten.

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