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Cannabis – eine Gefahr für die Verkehrssicherheit (?)

Brandt, Ewald; Brieler, Paul; Püschel, Klaus (Hrsg.)
2026, 186 Seiten
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978-3-69217-032-9
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Presse / Leserstimmen

Im Jahr 2024 traten die von der Ampel-Koalition auf den Weg gebrachten und vom Bundestag beschlossenen umfänglichen gesetzlichen Regelungen zur Teillegalisierung von Cannabis in Kraft. Für den Bereich des Straßenverkehrs wurde u.a. der Grenzwert für Cannabis angehoben und zugleich ein neuer Grenzwert für den Mischkonsum von Cannabis und Alkohol festgelegt.

Seither ist die Diskussion sowohl im politischen wie auch im wissenschaftlichen Bereich nicht zur Ruhe gekommen. Für den Bereich des Verkehrsrechts wird vor allem kritisiert, dass der nun weniger strenge Grenzwert für Cannabis wissenschaftlich nicht fundiert sei, die Verfolgung von Cannabisdelikten regional unterschiedlich gehandhabt werde oder verlässliche Cannabis-Vortests für die Öffentlichkeit nicht verfügbar seien. Für Konsumenten von Cannabis böten sich angesichts der jetzigen Gesetzeslage zudem leichte Möglichkeiten, Cannabis über zweifelhafte Online-Verschreibungen zu erhalten. Das sog. Medikamentenprivileg gehöre abgeschafft, zumindest aber erheblich eingeschränkt. Hinsichtlich des Mischkonsums von Cannabis und Alkohol seien zudem die erheblichen Gefahren vom Gesetzgeber noch nicht erkannt und der Grenzwert viel zu niedrig angesetzt worden. 

Unbestritten ist, dass hinsichtlich der Gefahren von Cannabis und Alkohol für die Verkehrssicherheit noch ein erheblicher Forschungsbedarf besteht. Der vorliegende Reader bietet insoweit einen hervorragenden Einblick in den aktuellen Forschungsstand und zeigt zugleich auch Forschungslücken auf. Als Zwischenstand lässt sich u.a. festhalten, dass aus wissenschaftlicher Sicht die bei einem Mischkonsum von Cannabis und Alkohol vorhandenen Gefahren für die Verkehrssicherheit keineswegs unerheblich sind. Insoweit ist nicht nur eine qualifizierte Präventionsarbeit durch Aufklärung, sondern auch eine strengere gesetzliche Regelung erforderlich. Zudem sollte es für den Gesetzgeber ein wichtiges Anliegen sein, Missbrauchsmöglichkeiten des Medikamentenprivilegs zu unterbinden.

Dr. Ewald 
Brandt

Dr. Ewald Brandt ist Jurist, begann seine berufliche Laufbahn zunächst bei der Polizei Hamburg und wechselte nach dem Jurastudium in die Hamburger Justiz, wo er in verschiedenen Bereichen tätig war, zuletzt, bis 2019, als Leiter der Hamburger Staatsanwaltschaft. Seit 2018 ist Brandt Vorsitzender der Landessektion Hamburg des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS). Als Autor befasste er sich in Veröffentlichungen mit Fragen der Sicherheit im Straßenverkehr sowie in den übrigen Verkehren. Beim Verlag Papst Science Publishers erschienen insoweit Fachbeiträge über Themen der Verkehrseignung in der Kreuzschifffahrt sowie im Schienen- und Luftverkehr.

Dr. rer. medic. Paul 
Brieler
Dr. rer. medic. Paul Brieler, Diplom-Psychologe, Fachpsychologe für Verkehrspsychologie, Fachpsychologe für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, Verhaltenstherapeut, Supervisor, Qualitätsmanager; seit 1996 Geschäftsführer Institut für Schulungsmaßnahmen GmbH (anerkannter Träger von § 70 FeV-Kursen und von § 36 FeV-Besonderen Aufbauseminaren), seit 1999 Mitglied im Fachausschuss Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung bei der Bundesanstalt für Straßenwesen, ehrenamtlich Vorsitz der Landessektion Schleswig-Holstein des Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, Mitarbeit in der naturwissenschaftlichen Schriftleitung der Fachzeitschrift ‚Blutalkohol‘, Tätigkeit als Dozent für Fahrerlaubnisbehörden, Richter, Staatsanwälte und Verkehrsrechtsanwälte, Autor und Herausgeber von Fachpublikationen
Prof. Dr. med. Klaus 
Püschel

Prof. Dr. Püschel ist Seniorprofessor der Universität Hamburg. 2013 wurde er in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt.

Von 1991 bis 2020 war Püschel Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am Univertätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Püschels Forschungsschwerpunkte sind die Forensik, die forensische Bildgebung, Obduktion, Gewaltopfer und Drogentod.

Er ist Mitglied der Schriftleitung der Fachzeitschrift Blutalkohol.

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