Ein Ratgeber für Beratung, Therapie und Selbsthilfe
Deimel, Daniel; Sander, Dirk; Schecke, Henrike (Hrsg.)
2026, 146 Seiten
Print: 25,00 € |
(inkl. MwSt.)
Mehr Informationen
Inhaltsverzeichnis
Autor:Innen
Leseprobe
Presse / Leserstimmen
Chemsex ist in den letzten Jahren zu einem bedeutsamen Gesundheitsthema geworden. Pointiert kann von einer konflikthaften Verbindung von Sexualität mit dem Konsum von psychoaktiven Substanzen gesprochen werden. Chemsex ist vor allem ein Phänomen, das in Teilen der Community von Männern, die Sex mit Männern haben, verortet ist.
Ob Unterstützungsangebote der Suchthilfe genutzt werden, hängt von individuellen Faktoren der Konsumierenden ab, aber auch von strukturellen Bedingungen wie Zugang und Passgenauigkeit der Angebote. Erfahrung von Stigmatisierung und Stigmatisierungserwartungen können Barrieren zur Inanspruchnahme sein. Angebote, die Menschen dabei unterstützen, ihren Substanzkonsum im Kontext von Sexualität zu verändern, Chemsex sicherer zu gestalten oder ganz darauf zu verzichten, müssen die Lebenswelten und Bedürfnisse der Hilfesuchenden berücksichtigen. Ein wirksamer Ansatz erkennt Ressourcen und Resilienzfaktoren der Konsumierenden an und stärkt Strategien zur Reduktion potenzieller negativer Folgen des Konsums.
Der vorliegende Sammelband ist einzigartig in Deutschland und bietet einen multiperspektivischen und praxisorientierten Blick auf spezifische Angebote der Prävention, Selbsthilfe, Beratung und Therapie. Hinzukommen ein Überblick zum aktuellen Forschungstand sowie zu strukturellen Bedingungen der Versorgung.Der anschauliche Beitrag eines ehemaligen Konsumenten gibt einen individuellen Einblick in die Nutzerperspektive.
Daniel Deimel hat eine Forschungsprofessur für Gesundheitsförderung und Prävention an der Fakultät Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm inne. Er ist außerdem Gastwissenschaftler am LVR-Klinikum Essen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Deimel ist Dipl. Sozialarbeiter, hat ein Masterstudium in der Suchtprävention und Suchttherapie (M.Sc.) absolviert und ist in Rehabilitationswissenschaften promoviert (Dr. phil). Er ist ausgebildeter Supervisor und Coach. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der sozialwissenschaftlichen HIV- und Suchtforschung, der Projektentwicklung und -evaluierung, insbesondere im Bereich der Gesundheitsförderung für gefährdete und marginalisierte Gruppen, der Drogen- und HIV/AIDS-Dienste und der evidenzbasierten Sozialarbeit. Daniel Deimel ist Mitglied des Kuratoriums der Aidshilfe NRW sowie des wissenschaftlichen Beirates des Landespräventionsrates NRW.
Dr. Dirk
Sander
Leiter des Fachbereichs HIV-/STI-Prävention bei schwulen, bisexuellen und anderen MSM, und male sexwork
Deutsche AIDS-Hilfe e.V.
Dr. Henrike
Schecke
Dr. Henrike Schecke ist Psychologische Psychotherapeutin und Leitende Psychologin im LVR-Universitätsklinikum Essen, Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin. Schwerpunkte ihrer Arbeit in Psychotherapie und versorgungsnaher Forschung sind substanzbezogene Störungen und ihre Komorbiditäten.
Für unseren Internetauftritt nutzen wir Cookies. Manche sind technisch nötig, andere zeigen uns, wo oder wie wir unseren Service oder unsere Diente verbessern könnten. Letzteres (google-Analytics) sind statistischer Natur und können abgewählt werden.