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Architektur der Fehlentscheidung: Analyse suboptimaler Ergebnisse bei Managemententscheidungen aufgrund kognitiver Verzerrungen

Domeier, Markus
2014, 128 Seiten
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978-3-89967-964-9
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Der Untergang der Eastman Kodak Company, die Kostenexplosion beim Berliner Flughafen BER, die Fusion von Daimler und Chrysler: In den Medien finden sich immer wieder Berichte über folgenschwere Fehlentscheidungen von Managern. Nach einer umfassenden Analyse von Management-Entscheidungen stellen Campbell, Whitehead und Finkelstein (2009) fest: „The daunting reality is that enormously important decisions made by intelligent, responsible people with the best information and intentions are sometimes hopelessly flawed“ (S. 2).
Woran liegt es nun aber, dass erfahrene und gut ausgebildete Manager Entscheidungen treffen, deren Outcome teilweise sehr weit entfernt von den realen Anforderungen liegt? Die eingangs dargestellten Beispiele stellen sicherlich Extremfälle dar, dienen aber dazu, die oftmals weitreichenden Auswirkungen von Fehlentscheidungen zu verdeutlichen. Unvermeidlich werden immer wieder Entscheidungen getroffen, die aufgrund von später einwirkenden, unvorhersehbaren Faktoren zu einem suboptimalen Ergebnis führen. Daneben zeigen sich aber bei der Analyse von vermeidbaren Fehlentscheidungen auffällige, unbewusste Muster, die beim Entscheider wiederholt auftreten: sogenannte kognitive Verzerrungen.
Genau hier setzt die vorliegende Arbeit an, identifiziert die relevanten kognitiven Verzerrungen aus realen Management-Fehlentscheidungen und ordnet sie den einzelnen Stufen im Entscheidungsprozess zu. Ziel der Untersuchung ist die Klärung der Frage, ob man kognitive Verzerrungen aus Interviews identifizieren kann, welche Verzerrungen im ökonomischen Kontext überhaupt stattfinden und wo sich die kritischen Punkte im Prozessverlauf befinden. Damit bietet die Untersuchung eine gute Grundlage für einen präzisen Interventionsansatz im Entscheidungsprozess, um zukünftig folgenreiche Fehlentscheidungen, wie bei den einleitend beschriebenen Projekten, effektiver zu verhindern.

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