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Jahrbuch Intensivmedizin 2018 empfiehlt: nach kardiopulmonaler Wiederbelebung Temperatursenkung und primäre Koronarintervention

Die kardiopulmonale Reanimation endet nicht mit der Wiederherstellung des Spontan-Kreislaufs. Ziel der anschließenden intensivmedizinischen Bemühungen ist es letztlich, die Apoptose-induzierten Folgeschäden zu minimieren. Erfolg versprechen eine Temperatursenkung unter 34 Grad und eine zügige primäre Koronarintervention, berichten Bernd W. Böttiger und Kollegen im Jahrbuch Intensivmedizin 2018. Kliniken mit entsprechender Expertise und Rund-um-die-Uhr-Einsatzbereitschaft können die Therapiequalität und Überlebenschancen wesentlich verbessern.

Wie das Jahrbuch Intensivmedizin berichtet, scheinen in der Postreanimationstherapie "eine Beatmung zur Normokapnie mit niedrigen Tidalvolumina und eine Vermeidung von Hypotonie vorteilhaft zu sein." Die Leitlinien empfehlen, die aktive Intensivtherapie mindestens 72 Stunden nach dem kardiopulmonalen Vorfall aufrecht zu erhalten - und erst dann über eine eventuelle Beendigung zu entscheiden. Demgegenüber legen neuere Daten nahe, der Break sei u.U. auch vorzeitiger realisierbar. Für die Jahrbuch-Autoren ist diese Eile nicht zu vertreten und die Mindest-72-Stunden-Frist obligatorisch.   

Das unabhängige Jahrbuch Intensivmedizin 2018 liefert, ähnlich wie die vorausgegangenen Bände, die aktuellen wissenschaftlichen Updates zu Neuentwicklungen und vernachlässigten Bereichen der intensivtherapeutischen Praxis. Der Band lässt wieder deutlich erkennen, mit welcher Dynamik die Forschung Praxisoptimierungen und Ergebnisverbesserungen ermöglicht. Der neue Herausgeber Prof. Dr. Bernd W. Böttiger hat mit seinen Kollegen in der Universitätsklinik Köln das Jahrbuch Intensivmedizin spürbar weiterentwickelt.  

Werner Kuckelt, Bernd W. Böttiger (Hrsg.) Jahrbuch Intensivmedizin 2018. Pabst, 312 Seiten. Hardcover ISBN 978-3-95853-374-5. eBook ISBN 978-3-95853-375-2

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