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Krebsprophylaxe für Frauen: Was der Arzt den Patientinnen nicht erklären kann

In seinem Ratgeber "Krebsprophylaxe für Frauen" beschreibt Hermann Delbrück realistische Möglichkeiten, das Erkrankungsrisiko zu halbieren. Dennoch sinkt das öffentliche Interesse an Vorbeugung.

Krebspropylaxe Frauen

Nur 58 Prozent der über 20-jährigen Frauen nahmen 2017 an der Krebs-Früherkennung teil, berichtet die Techniker-Krankenkasse. Im Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 60 Prozent. Der Trend entwickelt sich seit langem in Richtung Sorglosigkeit, obwohl Krebs eher häufiger als seltener diagnostiziert wird. Jede siebte Frau entwickelt z.B. Brustkrebs, jede 17. Frau Darmkrebs, jede 36. Frau Lungenkrebs, jede 43. Frau Magenkrebs, jede 49. Frau Gebärmutterkrebs usw.. 

Die Krebsrisiken sind von Frau zu Frau äußerst unterschiedlich; Professor Delbrück berichtet über die individuellen Varianten und bietet detaillierte Anhaltspunkte, wer in besonderer Weise wie gefährdet ist. Er berät mit einer Differenziertheit und Gründlichkeit, die sich der Gynäkologe in seinem Praxisalltag nicht leisten kann.

Oft werden Krebs verhütende oder frühdiagnostische Maßnahmen empfohlen - u.U. auch vom Arzt (sog. IGEL-Leistungen): sinnvolle, zweifelhafte oder auch schädliche; zu jeder bietet Delbrück die wissenschaftlich begründete fachliche Bewertung. "Methoden, die noch vor Jahren zum ´Goldstandard´ zählten, sind heute teilweise überholt. Manche Aktionen sind nicht nur überflüssig, sondern auch irreführend und riskant. Das Buch soll vor sinnlosen Untersuchungen bewahren." 

Seit Einführung der gesetzlichen Krebsvorsorge hat die Sterblichkeit wegen Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs abgenommen. "Dies spricht für die Richtigkeit des Konzepts. Dennoch gibt es ernst zu nehmende Argumente, die Maßnahmen zur Krebsvermeidung für noch wichtiger halten." Dazu bietet der Ratgeber das erforderliche Wissen. Er enthält ein aus führliches Glossar zu den entsprechenden medizinischen Fachbegriffen.

Hermann Delbrück: Krebsprophylaxe für Frauen. Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs, Scheidenkrebs, Schamlippenkrebs, Genderaspekte. Pabst, 284 Seiten, Paperback ISBN 978-3-95853-258-8; e-book ISBN 978-3-95853-259-5

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