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Kinder mit Harninkontinenz: häufig keine oder eine fehlerhafte Diagnostik und Therapie

Etwa zehn Prozent der siebenjährigen Kinder nässen nachts ein, bei zehnjährigen reduziert sich der Anteil auf annähernd fünf Prozent, bei sechzehnjährigen sinkt er auf etwa ein Prozent. Das Spektrum an Ursachen und Begleitbeschwerden der Harninkontinenz ist äußerst umfangreich; entsprechend hoch liegen die Anforderungen an Diagnostik und Therapie. Dazu erscheint jetzt das "Manual für die standardisierte Diagnostik, Therapie und Schulung bei Kindern und Jugendlichen mit funktioneller Harninkontinenz". Prof. Dr. Hannsjörg Bachmann und Dr. Christian Steuber (Bremen) geben den Band für die Konsensusgruppe Kontinenzschulung heraus.

Kontinenzschulung im Kindes- und Jugendalter - Manual für die standardisierte Diagnostik, Therapie und Schulung

Mehr als eine halbe Million Kinder sind in Deutschland von der Problematik betroffen - und viele von ihnen unter- oder fehlversorgt. "So gibt es Fälle, in denen Kinder bereits im Alter von vier Jahren invasiven urologischen Untersuchungen unterzogen werden; Kinder, die über Monate bis Jahre mit nicht indizierten Medikamenten behandelt werden; aber auch Kinder, die erst mit zwölf Jahren nach einem langen Leidensweg eine adäquate Diagnostik und Behandlung erhalten", referieren die Autoren.

Sie gehen davon aus, "dass ein erheblicher Teil der Arzneimittelverordnungen ebenso wie der invasiven apparativen Diagnostik vermieden werden kann - Diagnostik, die zudem meist teuer ist, auch weil im Kindesalter dafür zumeist eine stationäre Aufnahme erforderlich wird. Auf der anderen Seite gilt es, diejenigen Patienten gezielt zu erkennen und zu behandeln, die ein Risiko für die Schädigung des oberen Harntrakts aufweisen. Diese gravierenden Folgen der Blasenfunktionsstörung sind zwar insgesamt selten, jedoch bergen sie ein erhebliches Morbiditätsrisiko bis hin zum chronischen Nierenversagen ..."

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