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Septische Thoraxchirurgie (Chirurgie thorakaler Infektionen). Drainagen im Thoraxbereich - Drainagephänomene

Engelmann, C.
1998, 332 Seiten
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978-3-933151-12-4
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Die Chirurgie hat als Folge der Spezialisierung zweifelsohne einen hohen Stand erreicht. Dennoch ist sie ständig mit neuen und wachsenden Problemen konfrontiert, die den Erfolg der Maßnahmen gefährden können. Dazu zählen in hohem Maße Infektionen. Thoraxchirurgie war bis in die Mitte unseres Jahrhunderts fast ausschließlich Chirurgie thorakaler Infektionen in Gestalt thorakaler Tuberkulosemanifestationen und damit "Septische Chirurgie" in des Wortes beklemmender Bedeutung. Dank wirksamer Medikamente gibt die Tuberkulose bei uns gegenwärtig kaum noch Anlaß zu chirurgischen Eingriffen. Verfolgt man jedoch die Entwicklung in der Welt, so könnte sich das wieder ändern. Wenn weltweit die Zahl immun-inkompetenter Menschen zunimmt, sieht auch das Mycobacterium tuberculosis seine Chance. Grenzenlose Armut auf der einen Seite und auf der anderen das Erreichen hoher Altersstufen trotz Multimorbidität, konsumorientierte Lebensgewohnheiten mit Tabak-, Alkohol- und Drogenabusus und in deren Gefolge Krankheiten, die die Widerstandskraft des Organismus mindem oder zu ärztlichen Maßnahmen zwingen, die das leider noch potenzieren, aber auch neue Krankheiten durch Erreger, die das Immunsystem direkt außer Gefecht setzen — das alles läßt unsere mikrobischen Widersacher triumphieren. Allen voran wieder Mycobacterium tuberculosis — mit "multi drug resistance" diesmal aber gut gegen unser medikamentöses Arsenal gewappnet. Und unter allen genannten Bedingungen muß nach wie vor chirurgisch gearbeitet werden — auch am Thorax. Die Probleme haben sich über die Zeiten nur gewandelt, und die Probleme, vor denen die Chirurgen heute stehen, produzieren sie leider sehr oft selbst. Schon jetzt rekrutieren sich mehr als 30 % aller Pleurainfektionen aus Komplikationen chirurgischer Maßnahmen! Angesichts dieser Erkenntnis sind die Erfahrungen unserer Lehrergenerationen im Umgang mit Infektionen eine conditio sine qua non. Es wird in der Chirurgie immer schwieriger, Wissen und praktische Fertigkeiten an der Seite eines Lehrers zu erwerben. Umso wichtiger sind Anleitungen zum Handeln wie die vorliegende, die sich auf eine mehr als 30jährige Beschäftigung mit der Materie stützt.

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