anders ver-rückt?! Lesben und Schwule in der Psychiatrie
Biechele, Ulrich; Hammelstein, Philipp; Heinrich, Thomas (Hrsg.)
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2006, 156 Seiten, ISBN 978-3-89967-305-0. Artikel vergriffen, nur noch als E-Book verfügbar
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Jahrbuch Lesben – Schwule – Psychologie 2006

Homosexualität und Psychiatrie - das ist ein leidvolles Kapitel nicht nur in der Geschichte von Medizin und Psychologie, sondern vor allem in der Biographie ungezählter schwuler Männer und lesbischer Frauen. Nach mehr als hundert Jahren, in denen Schwule und Lesben kollektiv als geisteskrank erklärt, umgebracht, zwangsbehandelt oder ignoriert wurden, entstehen seit einigen Jahren psychiatrische Projekte, die psychisch kranken Lesben und Schwulen wirkliche Unterstützung bieten. Was heißt es, im psychiatrischen Kontext lesbisch oder schwul zu sein? Was heißt es, sich in der Szene als psychisch krank zu behaupten? In diesem ersten deutschsprachigen Buch zum Thema Homosexualität und Psychiatrie wird klar, dass Lesben und Schwule "anders ver-rückt" sind, also einen besonderen therapeutischen Rahmen brauchen und verdienen.


U. Biechele, P. Hammelstein, T. Heinrich: Einführung. Die Psychiatrie, die Homosexualität und die Homosexuellen


Grundlegende Perspektiven

M. C. Steffens, E. M. Thompson: Verruchte – Perverse – Kranke – Unsichtbare: Der historische Blick 13

P. Fiedler: Möglichkeiten und Grenzen einer stützenden Therapie: Der heterosexuelle Blick

P. Hammelstein: Was bleibt, wenn die Perversion gestrichen ist? Ein Blick auf die Institution Psychiatrie aus ho-mosexueller Sicht


Psychiatrische Perspektiven

T. Heinrich, U. Biechele: Das Mannheimer RISPE-Projekt

R. List: Verrückt in der Szene – schwul in der Psychiatrie: Die Situation psychisch kranker schwuler Männer zwischen Diskriminierung und Unterstützung

C. Göth, F. Schäfer: Berufliche Rehabilitation von psychisch erkrankten Lesben und Schwulen

H. Reinhold: psychART – Selbsthilfegruppe für Lesben und Schwule mit psychischer Erkrankung

M. Wintgen: Homosexuelle Jugendliche und deren Familien in der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Beratung


Klinisch-psychologische Perspektiven

G. Wolf: Lesbische Frauen in der Psychotherapie – welche Probleme und Fehler können im psychotherapeuti-schen Behandlungssetting auftreten?

A. Doll: Die andere Seite der Sucht: Coabhängigkeit

C. Mühlbauer: „Back to the Roots“: Einführung in die Genogrammarbeit

M. Tusch: Zauberwort Mediation – auch bei Verzauberten

A. Lang, R. Kieninger: Homosexualität als Thema in der Aus- und Fortbildung von Heil- und Pflegekräften


Theoretische Perspektiven

F. Stakelbeck, U. Frank: Kommen die neuen psychoanalytischen Theorien zur männlichen Homosexualität nur noch aus Amerika?

E. Young-Bruehl: Homophobias: A diagnostic and political manual

R. C. Lesser: Ein psychoanalytischer Blick auf Heterosexualität. Eine Parodie

anders ver-rückt?! Lesben und Schwule in der Psychiatrie
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