Aus pharmakokinetischer Sicht läßt sich der Nachweis von Kontrastmitteln in der Cisterna chyli und den verschiedenen Organlymphen Rückschlüsse auf die Verteilungsgeschwindigkeit und das Verteilungsmuster zu. So stellen Ausscheidungsurographie und Computer-Tomographie (CT) gewissermaßen die Übersetzung pharmakokinetischer Vorgänge ins Bildhafte dar. Bei der CT stehen die regionären Umverteilungsvorgänge des Kontrastmittels im Vordergrund. Wie anhand der Arbeit gezeigt wird, stellt die Lymphe einen der Verteilungsräume der Kontrastmittel dar. Zur Bearbeitung der gewonnenen Daten wurde mit den Mitteln der angewandten Mathematik ein pharmakokinetisches Modell erarbeitet, das die Beurteilung der Verteilung der Röntgenkontrastmittel im Körper erlaubt. Dieses Modell hat allgemeine Gültigkeit und läßt sich auch auf andere Substanzen anwenden.
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