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Venöse Beimischung bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie im Rahmen eines akuten Lungenversagens: Analysemethoden und Vasodilatatoreffekte

Radermacher, P.
1993, 120 Seiten
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978-3-928057-25-7
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Die das akute Lungenversagen oder "adult respiratory distress syndrome" kennzeichnende Hypoxämie entsteht durch eine erhöhte venöse Beimischung, die sich aus zwei Komponenten, dem Rechts-links-Shunt und Ventilations/Perfusions-Verteilungsstörungen zusammensetzt. Da die Differenzierung dieser beiden Komponenten für die Klinik bisher nicht zufriedenstellend gelöst ist, wurde überprüft, ob die Abschätzung der Verteilungsstörungen durch die Bestimmung der arterio-alveolären Stickstoffpartialdruckdifferenz möglich ist. Als Referenzmethode wurde die sogenannte Inertgas-Eliminations-Technik verwendet. Es konnte gezeigt werden, daß die Differenz zwischen venöser Beimischung und dem sogenannten Stickstoff-Shunt zwar eine Beurteilung des Rechts-links-Shunts erlaubt, die Erfassung der Verteilungsstörungen jedoch nicht zuverlässig möglich ist. Für die genaue Analyse des pulmonalen Gasaustausches ist deshalb die Inertgas-Eliminations-Methode erforderlich. Deswegen wurde dieses Verfahren in einem zweiten Schritt angewendet, um die Effekte einer Vasodilatatorgabe bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie im Rahmen eines akuten Lungenversagens zu untersuchungen. Eine Senkung des Pulmonalarteriendrucks mit Vasodilatatoren ist indiziert, weil die pulmonale Hypertonie das alveolo-interstitielle Lungenödem verstärkt und eine Funktionsstörung des rechten Ventrikels hervorrufen kann.
Die beiden untersuchten Vasodilatatoren, Natriumnitroprussid und Prostacyclin, erhöhten bei vergleichbarem Abfall des Pulmonalarteriendrucks in ähnlichem Ausmaß die venöse Beimischung aufgrund eines Anstiegs des Rechts-links-Shunt. Das im Gegensatz zur Natriumnitroprussidgabe unter Prostacyclin erhöhte Herzminutenvolumen resultierte in einer unveränderten arteriellen Oxygenierung und konsekutiv einer Zunahme der Sauerstofftransportkapazität. Falls die Behandlung einer pulmonalen Hypertension indiziert erscheint, ist somit Prostacyclin der Vorzug zu geben, weil eine Steigerung des Sauerstofftransports als ein therapeutisches Ziel in der Behandlung von Patienten mit akutem Lungenversagen gilt.

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