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Neue molekulare Konzepte zur Senkung der Transplantatabstoßung

Zavazava, N.
1994, 120 Seiten
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978-3-928057-40-0
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In dieser Arbeit wird auf die aktuelle Problematik der Organtransplantation eingegangen, und es werden Wege zur Verbesserung der Überlebensrate von Organempfängern aufgezeichnet. Die sogenannten Transplantationsantigene stellen das größte Hindernis zur erfolgreichen Transplantation dar. Es wurden zwei Wege zur Verringerung der Transplantatabstoßung analysiert. Durch die in vitro Untersuchungen an alloreaktiven zytotoxischen T-Lymphozyten konnte gezeigt werden, daß lösliche MHC-Moleküle die Zytotoxizität von T-Lymphozyten blockieren. Diese Untersuchungen zeigen, daß die Anwendung von löslichen MHC-Antigenen für die Behandlung von Organempfängern ein erfolgversprechender Ansatz ist. Es konnte ferner gezeigt werden, daß Antikörper gegen Oberflächenstrukturen der T-Lymphozyten zu einer verminderten T-Zellfunktion führen. Zusätzlich regten immobilisierte HLA-Moleküle die Degranulation der T-Lymphozyten an. Ähnlich wirkten auch die Anti-CD3 und Anti-T-Zell-Rezeptor Antikörper. Es kann daher davon ausgegangen werden, daß lösliche MHC-Klasse-I-Moleküle praktische Anwendung in der Transplantation haben können.

Die zweite Möglichkeit, die transplantierten Organe langfristig zu erhalten, liegt in der Verbesserung der Gewebetypisierung. Bei der Nieren- und Knochenmarktransplantation steht die Gewebebestimmung vor jeder Verpflanzung im Vordergrund. Bei den anderen Organen ist es aufgrund der kurzen Ischämiezeit nicht immer möglich, die Typisierung zu berücksichtigen. Das Problem der Ischämie ist bei der Korneatransplantation nicht gegeben, weil bis 72 h nach Herzkreislaufstillstand die Keratoplastik erfolgreich durchgeführt werden kann. Es besteht so gut wie keine Abstoßungsreaktionen bei Nicht-Risiko-Patienten, während zwischen 30 und 60 % der Hornhäute bei sensibilisierten Patienten abgestoßen werden. Dieses hohe Abstoßungsrisiko ist ähnlich hoch bei Patienten mit vaskularisierten Hornhäuten. Daher sind die Gewebetypisierung und das Matching von größerer Bedeutung für diese Patienten. Um den Pool von typisierten Hornhäuten deutlich zu steigern, wurde die postmortale Gewebetypisierung etabliert. Durch dieses Verfahren konnten bereits über 1000 Hornhäute erfolgreich typisiert und verpflanzt werden. Die Anzahl der akuten Abstoßungsreaktionen wurde dadurch deutlich gesenkt.

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