"Bei der Hämodiafiltration (HDF) werden die Vorteile einer gesteigerten konvektiven Elimination durch Hämofiltration mit der diffusiven Elimination durch Highflux-Hämodialyse verbunden. Bei der HDF werden generell High-Flux-Membranen mit Kuf>20ml/h/mmHg eingesetzt. Definitionsgemäß spricht man heute nur dann von einer HDF, wenn die Ultrafiltrationsrate mindestens 20 Prozent der Blutflussrate Qb beträgt. Es erfolgt eine kontinuierliche Substitution des exzessiv eliminierten Blutvolumens."
"Eine Steigerung der Elimination klassischer Mittelmoleküle - wie Beta-2-Mikroglobulin - durch den Einsatz von High-Flux-Membranen in der klassischen Hämodialyse hatte bei wissenschaftlichen Studien nur in Subgruppen, wie Diabetikern oder Patienten mit einem Serum-Albumin-Spiegel <40g/dl, einen signifikanten Einfluss auf das Überleben."
Trotz ihrer Vorteile wird die Hämodiafiltration in Deutschland nur bei deutlich weniger als 50% der terminal niereninsuffizienten Patienten angewandt.
Akademie Niere (Hrsg.) Lehrbuch für Nieren- und Hochdruckkrankheiten 2026.
Pabst 828 S., Hardcover ISBN 978-3-69217-033-6. eBook ISBN 978-3-69217-034-3