„Eine vergleichsweise kurze Wirkdauer erhöht das Abhängigkeitsrisiko, weil das rasche Nachlassen der anfänglich positiven Wirkung das Bedürfnis nach erneuter Substanzeinnahme fördert. Insbesondere Medikamente, die den Effekt der neuronalen Botenstoffe GABA, Dopamin, Endorphine, oder Endocannabinoide verstärken oder imitieren, können die kurzfristigen positiven psychischen Effekte verursachen und haben daher ein Abhängigkeitspotenzial. Benzodiapezine (GABA) können beruhigen und Angst mindern, Amphetamine (Dopamin) Antrieb und Motivation steigern, Endorphine (Opiate/Opioide) Euphorie auslösen, Endocannabinoide entspannen. Die missbräuchliche Dauereinnahme schädigt nicht nur die Gesundheit der Betroffenen, sondern verursacht auch hohe Belastungen des Gesundheitssystems.
DHS Jahrbuch Sucht 2026
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Hrsg.)
Pabst, 342 Seiten, Hardcover