Dres. I.E. Emrich und M. Böhm bieten einen Überblick über die aktuelle Datenlage zur Therapie der Herzinsuffizienz bei chronisch niereninsuffizienten Patienten: "Die enge Verbindung zwischen Nieren- und Herzinsuffizienz unterstreicht die Notwendigkeit einer optimalen Behandlung beider Syndrome. Die aktuelle Evidenzlage zeigt, dass die Behandlung der Herzinsuffizienz, insbesondere der Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion, durch eine Medikation aus Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI), Mineralkortikoid-Rezeptorantagonist (MRA), Betablocker und SGLT2-Inhibitoren deutlich verbessert werden kann. Studien belegen die Wirksamkeit dieser Medikamente auch bei fortgeschrittenem Nierenversagen, wobei eine individuelle Risiko- Nutzen-Abwägung erforderlich ist. Neue therapeutische Ansätze wie Finerenon, GIP/GLP-1-Rezeptoragonisten und Vericiguat erweitern das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten, z.B. bei Patienten mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion oder weiter fortgeschrittenem Erkrankungsstadium."
Nieren- und Hochdruckkrankheiten
Jahrgang 54 (2025), No. 11/2025 (November)