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    Peritonealdialyse: Wie die Psyche die Behandlung komplizieren oder optimieren kann

    Nierenersatztherapie: Die psychische Lebensqualität ist bei der Peritonealdialyse meist erfreulicher als bei der Hämodialyse. Dies mag teilweise am Behandlungsverfahren liegen - oder auch an den Persönlichkeitseigenschaften der PatientInnen, die sich für die Selbstbehandlung per Bauchfelldialyse entscheiden. Barbara Grassl, Psychologin in der Fachklinik Bad Heilbrunn, fasst ihre Erfahrungen und Empfehlungen in der Fachzeitschrift "Nieren- und Hochdruckkrankheiten" zusammen.

    Gut geht es v.a. den PatientInnen, "die optimistisch sind, die die Behandlungen gut verstehen, die für sich selber einstehen können, die Probleme ansprechen, die bei Schwierigkeiten nachfragen, die realistische Ziele haben ..."

    Kritischer ist die Situation v.a. bei Peritonealdialysepatienten,

    - die sich überlasten und es wissen, aber nicht ändern

    - die sich überschätzen

    - die die Behandlungen nicht einhalten, es aber nicht sagen

    - die ein falsches Verständnis der Krankheit und Behandlung haben

    - die pessimistisch sind, keine Ziele haben

    - die grundlos zu optimistisch sind, zu lässig, zu nonchalant, so tun, als ob es auch entspannter geht

    - die jammern, ohne etwas zu ändern

    - die nichts wissen wollen, sich nichts erklären lassen, aggressiv werden

    - die immerzu wichtige Dinge vergessen (Partner muss erinnern) ...

    Die Unterschiede zwischen den Persönlichkeiten bieten Pflegenden und Ärztinnen/Ärzten entsprechend unterschiedliche Herausforderungen oder Einflussmöglichkeiten: Grassl bietet differenzierte Empfehlungen für den Umgang mit Pessimisten oder Optimisten, mit Krankheits-Leugnern oder Krankheits-Akzeptierenden, mit histrionisch-expressiven oder sachlichen Persönlichkeiten.

    Zentral ist die "Förderung der Selbstwirksamkeit: eine Erwartung, dass wichtige Ereignisse im Leben durch eigenes Verhalten beeinflussbar sind. Hat ein Patient diese Überzeugung, dann nimmt er aktiv teil am Geschehen und übernimmt Selbstverantwortung. Er kann sich auch in ´mauen´ Zeiten besser motivieren, die eigenen Einflussmöglichkeiten zu nutzen und sich nicht treiben zu lassen ... Hilfreich kann es sein, zu klären, in welchen Bereichen der Behandlung der Patient selber Verantwortung übernehmen und in welchen er sie lieber (zum Teil) abgeben möchte," rät die Psychologin in "Nieren- und Hochdruckkrankheiten".

    Barbara Grassl
    Psyche und Peritonealdialyse - Wie geht´s?
    in: Nieren- und Hochdruckkrankheiten 49/12, S. 528-539 dustri-Verlag Dr. Feistle
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    Friedrich Balck, Fritz A. Muthny (Hrsg.)
    Psychonephrologie
    Pabst ISBN 978-3-95853-097-3
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    Wolfgang Pommer, Andreas Vychytil (Hrsg.)
    Praxis der Peritonealdialyse
    Pabst ISBN 978-395853-630-2
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    Katrin Rockenbauch, Oliver Decker, Yve Stöbel-Richter (Hrsg.)
    Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis
    Pabst ISBN 10: 3-89967-330-1
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