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    Akademie Niere: Die Normalisierung des Hb-Werts ist nicht das Ziel der Anämie-Behandlung

    Akademie Niere: Die Behandlung der Anämie ist in der Nephrologie ein emotionsgeladenes und mit Mythen angereichertes Thema. Wieviel Eisen, wieviel Erythropoietin ist genug - und wieviel zuviel? Verlängert eine reichliche Dosierung das Leben? Die wissenschaftlichen Befunde sind eindeutig: Nein. Professor Dr. Christian Rosenberger (Berlin) fasst im aktuellen Lehrbuch die neusten Forschungsergebnisse detailliert zusammen.

    Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz entwickeln in aller Regel eine Anämie. Unter der Dialyse kommen noch Blutverluste hinzu. "Die Grundpfeiler der Behandlung sind Eisen und ESAs (Erythropoietine). Vieles spricht für die Reihenfolge: erst Eisen, dann ESAs. Eisengabe führt zu Einsparung von ESAs, was angesichts möglicher Nebenwirkungen von hohen ESA-Dosen und nicht zuletzt ökonomisch sinnvoll scheint. Demgegenüber sind die möglichen Nebenwirkungen von modernen (intravenösen) Eisenpräparaten zu berücksichtigen."

    Was kann eine Anämiebehandlung erreichen - und was nicht? "Studien belegen: Eine Anhebung des Hb von 7,4 g/dl auf 10,2 g/dl durch ESAs verhindert Bluttransfusionen und verbessert die Lebensqualität. Eine weitere Steigerung auf 11,7 g/dl  (= etwa Normwert) erbringt diesbezüglich keinen Vorteil. Somit kann nach heutigem Studienstand die Anhebung des Hb auf >10 g/dl mit ESAs und Eisen Anämie-Symptome lindern, die Lebensqualität verbessern und Bluttransfusionen verhindern." Dennoch verlängert die Anämie-Behandlung nicht die Überlebenszeit. "Im Gegenteil, zumindest für Hochrisikopatienten kann eine Normalisierung des Hb mit ESAs sogar die Mortalität erhöhen."

    Ausführlich geht Rosenberger auf mögliche Nebenwirkungen und Wirkungseinschränkungen der einzelnen, unterschiedlich wirkenden Präparate ein. Dabei bleibt oberstes Ziel, die Transfusion von Erythrozyten-Konzentraten zu vermeiden. Die Gefahren der Keimübertragung, Transfusionsreaktion und Alloimmunisierung können für Dialysepatienten lebensbedrohlich werden.


    Literatur zum Thema

    Akademie Niere (Hrsg.)
    Lehrbuch für Nieren- und Hochdruckkrankheiten 2021.

    Pabst, 756 Seiten. Hardcover ISBN 978-3-95853-697-5
    eBook ISBN 978-3-95853-698-2


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