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Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin 2025.46:256–270
Körperorientierte Interventionen in der Schematherapie – eine Ermutigung
Zusammenfassung:
Zusammenfassung: Schematherapie versteht maladaptive Schemata und Modi als integrative Gedächtnisstrukturen, die emotionale, kognitive und körperliche Prozesse umfassen. In der therapeutischen Praxis wird die Körperebene jedoch bislang oft nur begrenzt genutzt. Der Artikel zeigt auf, wie körperorientierte Interventionen die Schematherapie sinnvoll ergänzen können, indem sie den Zugang zu präverbalen Erfahrungen erleichtern, Vermeidungsmodi reduzieren, emotionale Aktivierung vertiefen und Selbstregulation fördern. Auf Grundlage von Befunden der Embodiment-Forschung, der klinischen Emotionsforschung sowie trauma- und neurobiologischer Konzepte werden theoretische und empirische Grundlagen skizziert. Es wird ein modusund phasenorientierter Einsatz körperfokussierter Techniken beschrieben, der von Diagnostik und Fallkonzeption über Emotionsaktivierung und -regulation bis zur Stärkung des gesunden Erwachsenenmodus reicht. Eine Fallvignette illustriert das Vorgehen. Abschließend werden Grenzen und Voraussetzungen körperorientierter Arbeit diskutiert und ihr Einsatz als Ergänzung schematherapeutischer Interventionen gewürdigt.
Schlüsselwörter:
Body-oriented interventions in Schema Therapy – an encouragement
Abstract:
Abstract: Schema therapy understands maladaptive schemas and modes as integrative memory structures that encompass emotional, cognitive and physical processes. In therapeutic practice, however, the physical level has often been used only to a limited extent. This article shows how body-oriented interventions can usefully complement schema therapy by facilitating access to preverbal experiences, reducing avoidance modes, deepening emotional activation and promoting self-regulation. Theoretical and empirical aspects are outlined based on findings from embodiment research, clinical emotion research and trauma and neurobiological concepts. A mode- and phase-oriented use of body-focused techniques is described, ranging from diagnosis and case conceptualisation to emotional activation and regulation to strengthening the healthy adult mode. A case vignette illustrates the procedure. Finally, the limitations and prerequisites of body-oriented work are discussed and its use as a supplement to schema therapy interventions is acknowledged.
Keywords: