Artikeldetailansicht
Bestätigung des Status-Codes (nur bei kostenpflichtigem Kauf)
DHS Jahrbuch Sucht 2026, 41-60
Alkohol
Zusammenfassung:
Da der Alkoholkonsum in Deutschland in den letzten fünf Jahren stagniert, werden die international vereinbarten Ziele zur Reduktion des Konsums voraussichtlich verfehlt. Etwa 44.000 Todesfälle pro Jahr sind in Deutschland auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Neben denjenigen, die Alkohol trinken, sind auch Kinder, Familienangehörige und unbeteiligte Dritte vom Alkoholkonsum anderer Personen betroffen. Auf der Grundlage aktueller Forschungserkenntnisse wird seit einigen Jahren davon ausgegangen, dass es keinen risikofreien oder gar gesundheitsförderlichen Alkoholkonsum gibt. Um die hohen gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums zu reduzieren, müssten vor allem die Verbrauchssteuern auf Alkohol stark angehoben und Maßnahmen zur Einschränkung der Verfügbarkeit gestärkt werden. Da diese Maßnahmen jedoch unzureichend umgesetzt sind, belegt Deutschland im europäischen Vergleich zusammen mit Österreich den vorletzten Platz in Sachen Alkoholpolitik.
Abstract:
As alcohol consumption levels in Germany have been stagnating over the past five years, the internationally agreed targets for reducing consumption are likely to be missed. Approximately 44,000 deaths per year are attributable to alcohol use in Germany. In addition to those who drink alcohol, children, family members and uninvolved third parties are also affected by the alcohol consumption of others. Based on the latest evidence, it can be assumed that there is no safe level of alcohol consumption or even health benefits from drinking. To lower the high health and social costs of alcohol consumption, it would be required to significantly increase excise duties on alcohol and to strengthen measures to restrict availability. However, as these measures have not been adequately implemented, Germany ranks second to last in Europe
in terms of alcohol policy, together with Austria.