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Musik-, Tanz- & Kunsttherapie, 2023.33:217-222
Musik und Neuroplastizität. Kann Musiktraining bei älteren Menschen kognitive Beeinträchtigungen verzögern oder verhindern? Ein kritischer Überblick
Zusammenfassung:
Musiktraining kann eine Vielzahl von Auswirkungen auf das menschliche Gehirn haben, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Eine davon ist die Möglichkeit, neue strukturelle Verbindungen zwischen Gehirnzellen und verschiedenen Hirnarealen zu entwickeln. Durch das Abspielen von Musik sind viele Hirnareale beteiligt, wie der auditive Cortex, der motorische Cortex, der visuelle Cortex etc. Musik als Therapie wird bei Patienten mit kognitiver Beeinträchtigung oder Demenz als nicht-pharmakologische Intervention zur vorübergehenden Verbesserung assoziierter Erkrankungen angewendet. Aber kann Musik helfen, das Auftreten der Krankheit zu verhindern oder zumindest zu verzögern? Die Forschungen zu Musiktraining als Prävention gegen kognitive Beeinträchtigungen oder Demenz haben gezeigt, dass Probanden, die in ihrem Leben gelernt haben, Musik zu spielen, weniger von kognitiven Störungen älterer Menschen betroffen sind. Nach den Ergebnissen der Studien spielt die Neuroplastizität bei diesem Ergebnis eine zentrale Rolle. Unser
Gehirn hat die Fähigkeit der Anpassung durch neue Reize, um neue Verbindungen zu schaffen. Das kann dazu verwendet werden, die kognitiven Fähigkeiten bei älteren Menschen zu erhöhen und infolgedessen
das Auftreten von neurologischen Defiziten zu verzögern oder in einigen Fällen sogar zu verhindern. Ziel dieser kritischen Review ist eine allgemeine Analyse des Zusammenhangs zwischen Musik, Neuroplastizität und den Auswirkungen auf neurologische Erkrankungen älterer Menschen. Eine Literatursuche wurde unter Verwendung von Ressourcen aus folgenden Datenbanken durchgeführt: PubMed, Cochrane Library und MEDLINE, ohne Präferenz für die Sprache, ausschließlich Humanstudien und mit einer Präferenz für Studien, die in den letzten 15 Jahren veröffentlicht wurden.
Schlüsselwörter:
Music and neuroplasticity. Can music training delay or prevent cognitive impairment in the elderly? A critical review
Abstract:
Music training can have a wide range of effects on the human brain, not only in children, but also in adults. One of those is the possibility to envelop new structural connections between cells and different areas. By playing music many brain’s areas are involved, like the auditory cortex, the motor cortex, the visual cortex, etc. Music as therapy is largely used with patients with cognitive impairment or dementia as non-pharmacological intervention in order to temporarily improve associated disorders. But can music help to prevent or, at least, to delay the occurrence of the disease? The research about music training as prevention against cognitive impairment or dementia has shownthat subjects who learnt to play music in their life are less affected by elderly cognitive disorders. According to results of trials, neuroplasticity has the central role in this outcome. Our brain capacity of adaptation by new stimuli in order to create new connections can be used to increase the cognitive abilities in the elderly, with the results of delay or in some cases prevent the insurgence of neurological disorders. The target of this critical review is to make a general analysis on the connection between music, neuroplasticity and the effects on disease of the elderly. A literature search was made using resources from the following databases: PubMed, Cochrane Library and MEDLINE, with no preference for the language, including only human study and with a preference for those studies, which were published in the last 15 years.
Keywords: