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Musik-, Tanz- & Kunsttherapie, 2024.34:182-201

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Saleh Siddiq, Isabella Czedik-Eysenberg, Jörg Jewanski, Charalampos Saitis, Sascha Kruchten, Rustem Sakhabiev, Michael Oehler & Christoph Reuter
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Musik-, Tanz- und Kunsttherapie
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17-10-2024
DOI:
10.2440/005-0037

Farbige Klangfarben. Hängen intermodale Analogiebildungen zwischen den Klängen von Musikinstrumenten und visuellen Farben eher von der Tonhöhe oder von der Klangfarbe ab?

Zusammenfassung:

Intermodale Analogiebildungen zwischen Musik und Farbe haben bei Forschern viel Aufmerksamkeit erregt. Insbesondere wurden Zuordnungen von Tonhöhe zu Farben untersucht, während Zuordnungen von Klangfarbe zu Farbe weniger Interesse fanden. Es wird ein kurzer Überblick über historische und aktuelle Studien zu Klangfarben-Farben-Zuordnungen gegeben. Eine empirische Studie mit 40 Teilnehmern, die aufgefordert wurden, 60 Musikinstrumentenklänge 38 Farben zuzuordnen, wurde durchgeführt, um die der Zuordnung von Musikinstrumentenklängen zu Farben zugrunde liegenden Faktoren zu erhellen. Die Frage ist, ob die Zuordnung von Klangfarbe zu Farbe von der Klangfarbe abhängt oder ob die Teilnehmer eher auf die Tonhöhe als dominierenden Faktor zurückgreifen. Trotz bemerkenswerter interindividueller Inkonsistenzen spiegeln die Ergebnisse einige der häufigsten Assoziationen von Farben und Musikinstrumenten wider, z. B. rot/gelb und Trompetenklänge. Allerdings erwies sich der Einfluss der Klangfarbe als weniger stabil als der Einfluss der Tonhöhe. Der zuverlässigste Zusammenhang war die bekannte Tendenz, tiefe Töne mit dunkleren Farben und hohe Töne mit helleren Farben zu verbinden. Als Ausgangspunkt für zukünftige Forschung wurden die Ergebnisse qualitativ mit den Empfindungen eines Synästhetikers verglichen.

Schlüsselwörter:

Klangfarbe, Musikinstrument, Farbe, intermodale Analogiebildung

Colored timbres. Do crossmodal correspondences between musical instrument sounds and visual colors rather depend on pitch instead of timbre?

Abstract:

Crossmodal correspondences between music and color gained much attention from researchers. Especially mappings of pitch to colors were investigated, while mappings of timbre to color garnered less interest. A short review over historic and recent studies on timbre-color mappings is given. An empirical study with 40 participants who were asked to match 60 musical instrument sounds with 38 colors was conducted in order to shed light on the underlying factors of the assignment of musical instruments’ sounds to colors. The question is if timbre-color matchings depend on timbre or if participants indeed resort to pitch as dominating factor. Despite notable interindividual inconsistencies, the results reflect some of the more common associations of colors and musical instruments, e.g., red/yellow and trumpet sounds. However, the influence of timbre was found to be less robust than the influence of pitch. The most reliable relation was the well known tendency to match lower pitches with darker colors and higher pitches with bright colors. As starting point for future research, the results were qualitatively compared with the sensations of one synesthete.

Keywords:

musical timbre, musical instrument, color, crossmodal correspondences
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