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Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation, 2024.37:74-83
Rena hilft! – Erprobung einer intensivierten Nachsorgeberatung in Rehakliniken: Ergebnisse aus Zwischenauswertungen eines rehapro-Projektes
Zusammenfassung:
T-RENA, IRENA, Rehabilitationssport und Funktionstraining werden von der Deutschen Rentenversicherung im Anschluss an eine medizinische Rehabilitation erbracht, um insbesondere die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe ihrer Versicherten zu unterstützen. Eine steigende Anzahl an Verordnungen aus Rehakliniken lässt auf einen erhöhten Bedarf an Nachsorgeleistungen schließen, dem jedoch eine tendenziell sinkende Anzahl an tatsächlich durchgeführten Maßnahmen gegenübersteht. Mit dem rehapro-Projekt Rena hilft! wird durch den Einsatz von sogenannten Nachsorgecoaches in drei Rehakliniken eine intensivierte Form der Nachsorgeberatung erprobt. Damit sollen insbesondere eine Steigerung der Inanspruchnahmequote sport- und bewegungsorientierter Nachsorgeleistungen von derzeit etwa 55 % auf 70 % erzielt und Gründe für Nicht-Antritte und Abbrüche erfasst werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen im Projektverlauf für die Weiterentwicklung der Strukturen im Nachsorgebereich genutzt werden, wofür der Behinderten-Sportverband Niedersachen e.V. und die Rheuma-Liga Niedersachen e.V. in das Projekt involviert wurden. Aus ersten Zwischenauswertungen bei 1.211 Teilnehmenden geht vier bis sechs Wochen nach Reha-Ende eine Gesamtantrittsquote von ca. 59 % hervor. Die Antrittsquoten lagen einzig beim Rehasport bei weniger als 50 %, bei vergleichsweise hoher Anzahl an ausgestellten Verordnungen. Als häufigste Gründe für Nicht-Antritte oder Abbrüche der Leistung wurden vor allem fehlende freie Termine in den Nachsorgeeinrichtungen, die eigene gesundheitliche Situation sowie sonstige Gründe, wie ein Platz auf der Warteliste genannt. Die Ergebnisse liefern somit wertvolle Anhaltspunkte für den weiteren Projektverlauf und zeigen erste Tendenzen hinsichtlich der Entwicklung der Antrittsquoten.
Schlüsselwörter:
“Rena hilft!” – Testing an intensified form of aftercare counselling in rehabilitation clinics: Results from interim evaluations of a “rehapro” project
Abstract:
In Germany so called T-RENA, IRENA, rehabilitation sports and functional training are provided by German Pension Insurance (DRV) to their members following medical rehabilitation, in particular to support the occupational and social participation. An increasing number of prescriptions from rehabilitation clinics for the above indicates an increased need for aftercare services among members. This is in contrast to a decreasing number of measures actually completed by members. As part of the project Rena hilft! (funded by the federal programme rehapro) so called aftercare coaches are testing, in an intensified form of aftercare advice, three rehabilitation clinics. In particular, this is intended to increase the utilization rate of sports- and exercise-oriented aftercare services from the current level of around 55% to 70% and to identify reasons for non-attendance and discontinuation of the service. The knowledge of facilitators and barriers to starting or completing aftercare services will be used to further develop structures in the aftercare sector, for which the patients‘ advocacy groups Behinderten-Sportverband Niedersachen e.V. and the Rheuma-Liga Niedersachen e.V. in particular were involved in the project. From the interim evaluations of 1,211 participants, the overall rate of all prescribed services was approx. 59% four to six weeks after the end of rehabilitation. Only in the case of rehabilitation sports did the rate fall below 50%, although the number of prescriptions issued was comparatively high. The most frequent reasons for non-attendance or discontinuation of services were a lack of free appointments at aftercare facilities, the patient‘s own health situation and other reasons such as being on the waiting list. The results thus provide valuable indications for the further course of the project and show initial trends with regard to the development of the start rates.
Keywords: