Artikeldetailansicht
Bestätigung des Status-Codes (nur bei kostenpflichtigem Kauf)
Psychologie & Gesellschaftskritik, 2023.47:383-407
Reproduktive (UN)Gerechtigkeit. Kontinuitäten und Divergenzen in der Reproduktionspolitik der Vereinten Nationen seit 1945
Zusammenfassung:
Die Vereinten Nationen spielen eine zentrale Rolle bei der Steuerung reproduktiver Gesundheit und Rechte sowie reproduktiver Arbeit. Reproduktionspolitiken sind insbesondere seit den 1970er Jahren stark durch feministische Diskurse geprägt. Gleichzeitig verfolgen internationale Organisationen staatliche und kapitalistische Interessen in der politischen Steuerung der Bevölkerung. Dieser Beitrag geht daher der Frage nach, wie die Vereinten Nationen reproduktive Rechte und Arbeit durch Reproduktionspolitiken steuern, wie sich diese Politiken transformiert haben und wie sie aus der Perspektive der reproduktiven Gerechtigkeit zu bewerten sind. Mithilfe von theoretischen und feministischen Konzepten der sozialen Reproduktion sowie der reproduktiven Gerechtigkeit werden die Auswirkungen internationaler Reproduktionspolitiken in Bezug auf die Herstellung von Ungerechtigkeit untersucht. Auf der Grundlage einer intersektionalen feministischen Policy-Analyse von UNO-Dokumenten legt der Beitrag dar, inwiefern die UNO intersektionale Ungleichheitsverhältnisse und reproduktive Ungerechtigkeit hervorbringen und verschärfen.
Schlüsselwörter: