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Psychologie & Gesellschaftskritik, 2023.47:333-355

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Karin Neuwirth
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Psychologie & Gesellschaftskritik
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07-03-2024
DOI:
10.2440/007-0008

Reproduktive Gleichheit – Wie der österreichische Verfassungsgerichtshof gendergerechte Familiengründung vorangetrieben hat und die Zwei-Eltern-Prämisse obsolet werden könnte

Zusammenfassung:

Der Beitrag stellt die Judikatur des österreichischen Verfassungsgerichtshofes zur diskriminierungsfreien Durchsetzung des Rechts auf Familienleben und die Öffnung des Adoptions- und Fortpflanzungsmedizinrechts für gleichgeschlechtliche Partner*innenschaften dar. Kindeswohl und die Anerkennung sozialer Familienbeziehungen werden in der Rechtsprechung als zentrale Zielsetzung jeder Regelung betont. Dennoch behandelt das Recht hinsichtlich Abstammung und Reproduktionsmedizin nicht alle gleich. Leihmutterschaft ist weiterhin verboten, das Verbot wird im Ausland umgangen. Somit stellt sich die Frage, ob durch eine Öffnung des Familienbegriffs, etwa die rechtliche Anerkennung von mehr als zwei Elternteilen für ein Kind, die tatsächliche familienrechtliche Gleichstellung erreicht werden könnte.

Schlüsselwörter:

Elternschaft, Familienrecht, Reproduktionsmedizin

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