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Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, 2024.34:20-32
Von neun Risk Bins zu fünf Kategorien – erste Validierungsergebnisse zum Fünfkategorien-Modell des VRAG-R
Zusammenfassung:
Der Violence Risk Appraisal Guide in seiner revidierten Version (VRAG-R) ist das meist verwendete und bestbeforschte standardisierte Verfahren zur Einschätzung des Gewaltrisikos. Er findet im klinischen und forensischen Bereich eine breite Anwendung. Die Risikokommunikation erfolgt mithilfe von neun Risikobereichen („risk bins“), die atheoretisch durch Teilung des höchst- und niedrigstmöglichen Gesamtwerts in neun gleiche Teile gebildet wurden. Für diese „risk bins“ liegen Werte zur Darstellung des absoluten und relativen Risikos vor. In der vorliegenden Arbeit werden entsprechende Grenzwerte für eine Risikokommunikation nach dem mittlerweile üblichen Fünfkategorien-Modell vorgeschlagen. Die hier erstmals vorgeschlagenen fünf Risikokategorien des VRAG-R erfüllen die Definitionskriterien des Fünfkategorien-Modells und zeigen sich als klinisch und forensisch bedeutsame Kategorien, die bedeutsame Unterschiede des Risikos und der späteren Rückfälligkeit erfassen können. Mit der Anwendungsmöglichkeit des Fünfkategorien-Modells für den VRAG-R werden auch die Nachteile der bisherigen Kommunikation des absoluten Risikos (Stichprobenvariabilität, weitgehend willkürliche Kategorienbildung, keine transparenten nominalen Zuordnungen zu Zahlenwerten) überwunden.
Schlüsselwörter:
From nine risk bins to five categories - first validation results on the five-category model of the VRAG-R
Abstract:
In this study, we present an algorithm for transforming nine VRAG-R risk bins into the new five-level risk and needs system. In our study, the five risk categories of the VRAG-R met the general requirements and definitions of the five-level risk system. Reoffense rates of the new five VRAG-R risk categories significantly differed from each category.
Keywords: